Ausgabe 06/2017

Montag, 12. Juni 2017 - 10:00

Editorial

FIZZZ Ausgabe 06/2017

Systembetriebe werden immer individueller, Mehrfachbetreiber aus der Individualgastronomie immer professioneller. Wächst da zusammen, was lange nicht zueinander passen wollte? Auf jeden Fall befinden wir uns inmitten einer spannenden Entwicklung, die im Idealfall das Beste aus beiden Welten zusammenführt: Die Kernkompetenz wird zur Keimzelle der Expansion, jeder Standort wird den individuellen Anforderungen entsprechend bespielt und das System verschwindet hinter den Kulissen. So kann Trendgastronomie nicht nur richtig gut, sondern auch expansionsorientiert und äußerst profitabel sein.

Die Individualgastronomie bleibt aufgrund ihrer Flexibilität Wegbereiter für Trends, das Silicon Valley der Gastronomie, sozusagen. Doch wie in der kalifornischen Innovationsschmiede entscheidet auch in unserem Business die Kapitalausstattung über die Zukunft einer Idee. Wer sich gegen Nachahmer behaupten will, muss wachsen, und zwar möglichst schnell. An dieser Stelle kommen die Business-Profis der Systemgastronomie ins Spiel, denn in Sachen Finanzierung, Logistik und Management können die meisten Individualgastronomen noch eine Menge dazulernen. Zudem gibt ein gut gemachter Systembetrieb ein universelles Markenversprechen, das für Vertrauen und Kundentreue sorgt. Die Bandbreite von einem wachstumsorientierten Individualkonzept bis zu einem Gastronomiekonzern mit zahlreichen individuellen Markenkonzepten finden Sie in der Juni-Ausgabe der fizzz.

Barbara Becker
Chefredakteurin FIZZZ
becker@fizzz.de

Inhalte dieser Ausgabe

Street Special: Potsdamer Straße Berlin

Wenn aus einer vierspurigen Verbindungsstraße mitten in der Stadt eine gastronomische Flaniermeile wird: Rund um die Potsdamer Straße in Berlin entsteht ein neues urbanes Zentrum. Die Gastronomie ist schon da.

Close Up: Ugo Crocamo

Mit legendär krossen Pizzen ist Ugo Crocamo in München zum Liebling der Stars und Sternchen geworden. Jetzt hat er mit der Multiplikation seines „H‘ugo’s“-Konzeptes begonnen. Auch sonst ist der gebürtige Italiener recht unternehmungslustig.

Gastro-Branding by Enchilada

Mit inzwischen zehn Konzeptlinien und rund 170 Betrieben ist die Enchilada-Gruppe ein noch lange nicht ausgewachsenes Ausnahmetalent in der Branche. Die Lust auf mehr treibt sie ebenso voran wie das Talent, Gelegenheiten in Chancen zu verwandeln. 

Kaffeemarkt

Die Ansprüche der Gäste an die Kaffeequalität steigt stetig. Die großen Röster reagieren und erschließen langsam den Specialty-Coffee-Bereich für sich.

Ready to brew

Eine neue Generation Vollautomaten und Filtermaschinen steht in den Startlöchern. Hoch im Kurs stehen dabei die „alten“ Werte wie Qualität und Vielseitigkeit. Aber auch aktuelle Themen von Personalisierung bis Controlling werden intelligent umgesetzt. Ein Überblick.