Württemberg erwartet schnelle Lese

Freitag, 15. September 2017 - 9:15
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Agrarminister Hauk mit Weinbaupräsident Hohl und Weinkönigin Andrea Ritz (Foto: wvw)

Hohl rechne außerdem mit einem "Lese-Sprint".  Die Weinberge seien zwar in einem auffällig gut gepflegten Zustand. Allerdings seien die Oechslewerte zuletzt im Vergleich zur Vorwoche deutlich angestiegen, deshalb laute die Empfehlung zügig zu lesen. Bereits am vergangenen Wochenende habe die Lese der frühen Rotweinsorten (Acolon, Dornfelder, Portugieser)begonnen - ungewöhnlich früh. Diese Woche würden auch schon späte Sorten wie Riesling und Trollinger geerntet. Der Weinbauverband rechnet damit, dass die Lese bis Anfang/Mitte Oktober weit gehend abgeschlossen sein wird. „Das wird ein echter Lese-Sprint“, prophezeit Präsident Hohl. "Infolge der zuletzt feucht-warmen Witterung geht es jetzt zügig voran."

Die Mengenschätzung gestalte sich, laut der Meldung des Verbands, in diesem Jahr schwieriger als sonst. Vor allem aufgrund der April-Fröste gäbe es erneut unterdurchschnittliche Mengenerwartungen. „Einige Regionen sind leider von sehr deutlichen Ertragsausfällen betroffen, beispielsweise der Bereich Kocher-Jagst-Tauber, die Region Hohenlohe/Weinsberger Tal, selbst rund um Stuttgart gab es teilweise erhebliche Frostschäden“, bestätigte Hohl anlässlich der Herbstpressekonferenz in der Wein- und Sektkellerei Schloss Affaltrach. Insbesondere den Trollinger habe es stellenweise doch ziemlich gebeutelt. Insgesamt gehe der Weinbauverband derzeit von einem Durchschnittsertrag in Höhe von 75 bis 80 Hektoliter Weinmost je Hektar aus, allerdings bei großen regionalen Unterschieden. Im Vergleich zur Vorjahresernte wäre dies ein Minus zwischen 25 und 30 Prozent in der Menge.  -hk-

 

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