Weißwein Rebfläche wächst

Mittwoch, 18. März 2020 - 13:45
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Zum sechsten Mal in Folge ist auch im Jahr 2019 der Grauburgunder die Sorte mit dem größten Flächenzuwachs in deutschen Weinbergen.

Deutsche Winzer bauen weiterhin verstärkt weiße Rebsorten an. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis der Rebflächenerhebung des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2019 bekannt gab, hatten Weißweinsorten mit 68.911 Hektar einen Anteil von exakt zwei Dritteln an der bundesweiten Gesamtrebfläche von 103.079 Hektar. Dies entspricht einem Zuwachs von 500 Hektar bzw. 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 
Laut DWI-Geschäftsführerin Monika Reule entspricht diese Entwicklung auch dem geänderten Konsumverhalten der deutschen Verbraucher, welche immer öfter zum Weißwein greifen. 

Burgundersorten im Trend
Zum sechsten Mal in Folge ist auch im Jahr 2019 der Grauburgunder die Sorte mit dem größten Flächenzuwachs in deutschen Weinbergen. Ganze 356 Hektar Grauburgunder wurden neu angepflanzt, damit beläuft sich der Anbau dieser Rebsorte auf insgesamt 7.069 Hektar deutschlandweit. Aber auch andere Burgundersorten wie Weißburgunder (5.747 ha), Chardonnay (2.222 ha) oder Auxerrois (274 ha) wurden erneut verstärkt angepflanzt.
Auch die Trendsorte Sauvignon Blanc wurde im vergangenen Jahr weiterhin stark angebaut. Ihre Rebfläche hat sich in zehn Jahren auf aktuell 1.498 Hektar verdreifacht. Andere aromaintensive Bukettrebsorten wie Scheurebe (1.417 ha), Gewürztraminer (1.097 ha) oder Gelber Muskateller (460 ha) konnten ebenfalls leichte Flächenzuwächse verzeichnen.

Riesling wichtigste Rebsorte 
Deutschlands bedeutendste Rebsorte bleibt jedoch nach wie vor der Riesling. Mit insgesamt 24.049 Hektar (plus 89 ha) ist nahezu ein Viertel der heimischen Weinberge mit Riesling bestockt. Im internationalen Vergleich haben die deutschen Erzeuger damit einen Anteil von rund 40 Prozent an der globalen Rieslingrebfläche.

Rotweinsorten Trends 
Unter den roten Rebsorten hatte der überwiegende Teil 2019 leichte Flächenrückgänge zu verzeichnen, sodass deren Rebfläche zusammengenommen um 294 Hektar auf 34.168 Hektar zurückging. Gegen den Trend leicht zugelegt haben die südländischen Sorten Merlot (plus 48 ha auf 744 ha) und Cabernet Sauvignon (plus 25 ha auf 424 ha) sowie die zu über 90 Prozent in Württemberg angebaute Sorte Lemberger (plus 22 ha auf 1.934 ha).
Der Spätburgunder (11.717 ha) bleibt trotz eines leichten Flächenverlusts von 45 Hektar hierzulande die Rotweinsorte Nummer eins. Weltweit gesehen ist Deutschland der drittgrößte Spätburgundererzeuger nach Frankreich und den USA. -jb-
 

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