Weintourismus schafft tausende Arbeitsplätze

Freitag, 1. März 2019 - 10:15
Technologie
Regional
Weintouristen geben mehr Geld aus als normale Touristen (Foto: Fotolia/Herrndorff)

Das Deutsche Weininstitut (DWI) und Wissenschaftler der Hochschule Geisenheim haben erstmals die wirtschaftliche Bedeutung des Weintourismus  untersucht. Der Studie zufolge reisen jährlich 50 Millionen Menschen primär wegen des Weines in die deutschen Weinregionen und sorgen dort mit Ausgaben von 5,5 Milliarden Euro für rund 75.000 Arbeitsplätze.

Insgesamt schaffe der Tourismus hierzulande in den Weinbaugebieten schätzungsweise sogar 412.900 Arbeitsplätze, bei einem Gesamtumsatz von jährlich 29,9 Milliarden Euro. Rund 13 Prozent aller Touristen bereisten die Regionen gezielt wegen des Weines. Mit einem Anteil von 18 Prozent am Gesamtumsatz trügen sie somit überdurchschnittlich stark zur Wertschöpfung bei. DWI-Geschäftsführerin Monika Reule sieht in diesen Daten eine wichtige Entscheidungsbasis für weitere touristische Investitionen in den Anbaugebieten: „Viele Weinregionen haben ihr weintouristisches Potenzial noch nicht vollständig ausgeschöpft“, so Reule. Die beiden Wissenschaftler, Prof. Dr. Gergely Szolnoki und Maximilian Tafel (Hochschule Geisenheim) betonen: „Der Weintourismus hat in Deutschland eine enorme wirtschaftliche Bedeutung und sollte daher auch weiterhin im Fokus der Politik stehen.“

Die Daten basieren auf einer zweijährigen Studie, in der 900 Weingüter und 4.500 Touristen in allen deutschen Weinbaugebieten befragt wurden. Die Unterschiede zwischen Weintouristen und Nicht-Weintouristen ergaben sich durch deren detaillierte Auskünfte darüber, wie viel Geld sie für welche Leistungen täglich im Urlaub ausgegeben haben. Aus den Gesamtausgaben und den Besucherzahlen haben die Experten die wirtschaftliche Bedeutung errechnet.

Eine Zusammenfassung der Studie kann bei der Hochschule Geisenheim University oder beim DWI angefordert werden. -hk-

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