Weinerzeugung rückläufig

Freitag, 7. April 2017 - 9:30
Regional
Rheinland-Pfalz ist das größte Weinbau treibende Bundesland

Das Statistische Landesamt in Bad Ems teilte mit, dass aus der Traubenernte des Jahres 2016 nur rund 5,8 Mio. hl Wein in den rheinland-pfälzischen Anbaugebieten erzeugt wurden. Das entspricht einem Rückgang von rund 100.000 hl gegenüber der Vorjahresmenge. Der zehnjährige Durchschnitt von gut sechs Millionen Hektoliter Weinerzeugung wurde somit um mehr als 3 Prozent verfehlt.

Rund 77 Prozent des Mostes (4,3 Millionen Hektoliter) wurde zu Qualitätswein verarbeitet. Für den Ausbau zu Prädikatsweinen – wie Spät- und Auslesen – wurden gut eine Million Hektoliter der Moste vorgesehen (18 Prozent). Als Wein oder Landwein sollen 320.000 Hektoliter vermarktet werden. Auf Weißwein entfielen 68 Prozent der gesamten Weinerzeugung. 

Im vergangenen Herbst erzeugten die Winzer und Kellereien des größten deutschen Anbaugebietes, Rheinhessen, knapp 2,6 Millionen Hektoliter Wein. Das entspricht einem Minus gegenüber dem Vorjahr von 0,5 Prozent. Der größte Teil des rheinhessischen Weins stammte auch aus den Trauben des Anbaugebietes. Aus den im Anbaugebiet Pfalz geernteten Trauben wurden insgesamt 2,2 Millionen Hektoliter Wein erzeugt (Minus 2,2 Prozent). Die im Anbaugebiet Pfalz ansässigen Betriebe verarbeiteten rund 1,7 Millionen Hektoliter Most zu Wein. Rund 0,5 Millionen Hektoliter Most wurde in anderen Anbaugebieten verarbeitet, vor allem an der Mosel. Hier wurden rund 1,2 Millionen Hektoliter Wein gekeltert. Aus der regionalen Ernte stammten allerdings nur 690.000 Hektoliter. Die Weinbaubetriebe an der Mosel mussten gegenüber dem Jahr 2015 Einbußen von gut sieben Prozent verkraften. -hk-

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