Wahl der Deutschen Weinkönigin findet statt

Montag, 18. Mai 2020 - 10:45
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Auch im Corona-Jahr 2020 wird es eine neue Deutsche Weinkönigin geben. Am 25. Semptember wird die Wahl unter besonderen Auflagen im Neustadter Saalbau stattfinden. 

Die traditionelle Wahl der Deutschen Weinkönigin in Neustadt an der Weinstraße wird auch in diesem Jahr stattfinden. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, haben sich das DWI, der SWR und die Stadt Neustadt in Abstimmung mit allen deutschen Weinanbaugebieten darauf verständigt.

Die Regelungen der Anbaugebiete 

Aufgrund der besonderen Umstände durch die Coronakrise nehmen in diesem Jahr allerdings nicht aus allen 13 Weinanbaugebieten Kandidatinnen an der Wahl teil. Die Gebiete Baden, Franken, Mittelrhein, Nahe und Saale-Unstrut verzichten auf eine Teilnahme. Sie werden die Amtszeiten der amtierenden Gebietsweinköniginnen um ein Jahr verlängern. In Sachsen fällt die Entscheidung dazu in den nächsten Tagen.

Die Anbaugebiete Ahr, Hessische Bergstraße, Mosel, Pfalz, Rheingau, Rheinhessen und Württemberg entsenden definitiv eine Kandidatin zur diesjährigen Wahl der 72. Deutschen Weinkönigin. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass in diesen Gebieten auch eine neue Wahl der Gebietsweinkönniginnen stattfindet. 

Rheinhessen, Mosel, Ahr und Rheingau werden ebenfalls die Amtszeit der amtierenden Hoheiten verlängern und dennoch eine Kandidatin zur Wahl nach Neustadt schicken. Eva Müller, die amtierende rheinhessische Weinkönigin bestätigt auf Nachfrage des ddw, dass sie zur Wahl der Deutschen Weinkönigin kandidieren wird. Sollte Sie Deutsche Weinkönigin werden, werden die rheinhessischen Prinzessinen ihre Aufgaben als Gebietsweinkönigin übernehmen. Die Mosel schickt beispielsweise ihre Prinzessin zur Wahl der Deutschen Weinkönigin. 

In der Pfalz wird dagegen definitv eine Wahl der Pfälzer Weinkönigin 2020 stattfinden. 

Was DWI-Geschäftsführerin Monika Reule dazu sagt, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe des Deutschen Weinbaus (ddw).  

Letzte Woche betonte Monika Reule, dass die drei noch amtierenden Weinhoheiten bereits frühzeitig signalisiert haben, dass sie nicht für ein weiteres Amtsjahr zur Verfügung stehen werden. Reule freut sich über die nun gefundene Lösung "Die deutsche Weinwirtschaft hätte sonst ein Jahr lang ohne ihre wichtigen Botschafterinnen auskommen müssen." 

Auch Carina Konrad (MdB), weinbaupolitische Sprecherin der FDP, freut sich über die heutige Entscheidung. Es sei eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden worden, so Konrad. Sie begrüßt aber auch die Entscheidung der Anbaugebiete, ihre Gebietsweinköniginnen ein Jahr länger amtieren zu lassen: "Den Deutschen Wein und seine Anbaugebiete aus dem Homeoffice heraus zu repräsentieren, widerspricht dem Kern und der Idee dieses Amts elementar und hätte für alle Vertreterinnen ein verlorenes Jahr bedeutet."

Fachbefragung statt Vorentscheidung

Neu in diesem Jahr ist, das alle Bewerberinnen direkt für das Finale qualifiziert sind. An die Stelle einer Vorentscheidung tritt eine Fachbefragung, die per Livestream im Internet sowohl von der Jury als auch den Fans mitverfolgt werden kann. 

Das Finale am 25. September wird auch in diesem Jahr vom SWR Fernsehen live aus dem Neustadter Saalbau übertragen. Unter der Moderation von Holger Wienpahl müssen die Kandidatinnen darin ihr Weinwissen unter Beweis stellen und die anwesende Jury überzeugen.

Voraussichtlich ohne Publikum

Nach jetzigem Stand wird die Sendung allerdings wegen der geltenden Hygienerichtlinien voraussichtlich ohne ein begeistertes Saalpublikum auskommen müssen. „Auch wenn die Fans der Kandidatinnen diesmal nicht vor Ort sein können, so werden wir als übertragender Sender dafür sorgen, dass sie aus den jeweiligen Regionen eingebunden werden.“, erläuterte Günther Dudek, Hauptabteilungsleiter Land und Leute des SWR Fernsehens in Mainz. -jb-

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