Vegan-Label für Ecovin-Winzer

Freitag, 15. Februar 2019 - 10:00
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Julia Schneider (ProVeg) und Andreas Hattemer (Ecovin) auf der Messe Biofach (Foto: Ecovin)

Ecovin und ProVeg, die internationale Ernährungsorganisation für pflanzliche Lebensweise, haben gemeinsam Kriterien für die Lizenzierung des gesamten Herstellungsprozesses von Wein erarbeitet. Der offizielle Startschuss der Kooperation fiel auf der Messe Biofach in Nürnberg. Mitgliedsbetriebe von Ecovin können ab sofort ihren Herstellungsprozess als vegan kennzeichnen. Ohne Kennzeichnung kann der Verbraucher nämlich nicht erkennen, ob ein Wein vegan produziert wurde, da Hilfsstoffe tierischen Ursprungs, die hauptsächlich in der Kellerwirtschaft zum Einsatz kommen (z.B. Hausenblase, Speisegelatine, Hühnereiweiß etc.), nicht auf dem Etikett deklariert werden müssen.

Nach dem gemeinsamen Abstimmungsprozess über Kriterien der veganen Weinerzeugung haben nun Ecovin Weingüter, die vegane Weine produzieren, die Möglichkeit, diese mit dem weltweit bekannten Siegel der European Vegetarian Union (V-Label) zu versehen. Das Label können zertifizierte Vollmitglieder von Ecovin ab sofort gegen ein jährliches Entgeld nutzen. „Wir freuen uns, dass unsere Mitglieder, die vegane Weine produzieren, dies nun mit dem bekannten Label der European Vegetarian Union kennzeichnen können. Die heutige Vertragsunterzeichnung besiegelt einen konstruktiven fachlichen Austausch zwischen ProVeg und Ecovin.“, so Andreas Hattemer, Vorstandsvorsitzender von Ecovin.

Im Ökoweinbau gibt es eine Reihe alternativer zugelassener Schönungsmittel, die nicht tierischen Ursprungs sind, z.B. Proteine aus Kartoffeln oder Erbsen. Ob ein Wein mit pflanzlichen oder tierischen Hilfsstoffen geklärt wurde, spielt für Geschmack und Qualität keine Rolle, jedoch steigt die Nachfrage des Handels nach veganen Produkten kontinuierlich, bestätigt auch Ralph Dejas, Geschäftsführer des Bundesverbands. (hk)

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