Umsatzrückgang beim DRV

Donnerstag, 2. März 2017 - 8:45
Handel
Technologie
DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers

Das Bilanzjahr war laut einer aktuellen Meldung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) von einschneidenden Preisrückgängen bei pflanzlichen und tierischen Agrarrohstoffen, bei landwirtschaftlichen Betriebsmitteln sowie Mineralölprodukten gekennzeichnet. Die 2.186 genossenschaftlichen Mitgliedsunternehmen meldeten in der Summe einen Umsatzrückgang um 4,8 Prozent auf 58,8 Mrd. Euro, erläuterte DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers. Gravierend seien die Veränderungen in der Warenwirtschaft (-6,4%), Milchwirtschaft (-4,8%) und bei den Agrargenossenschaften (-10%). Ein leichtes, exportbedingtes Plus um 2,5 Prozent meldet die genossenschaftliche Vieh- und Fleischwirtschaft. Das Geschäftsergebnis bestätige die Abhängigkeit des deutschen Agribusiness von internationalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen. Besonders die Lage der Betriebe in der Tierischen Veredelung sei im Jahr 2016 angespannt gewesen, so der DRV. Als Folge müssten die Landwirte u. a. ihre Investitionen in kostenintensive Agrar- und Stalltechnik zurückstellen.

„Die Milchpreiskrise stellte Erzeuger und Vermarkter gleichermaßen vor große Herausforderungen. Die seit Ende 2016 anziehenden Rohstoff- und Milcherzeugerpreise bestätigen unsere klare marktwirtschaftliche Position. Wir setzen weiterhin in enger Abstimmung mit unseren Mitgliedern auf das Erfolgsmodell der Selbsthilfe und Selbstverantwortung“, so Dr. Ehlers.

In Bezug auf die Digitalisierung im Agrarhandel erwartet der Geschäftsführer in den nächsten Jahren grundlegende Änderungen. Die Ansprüche der Landwirte an ihre Handelspartner stiegen rasant, von den Genossenschaften würden digitale Prozesse erwartet, die Zeit sparen. Nach Angaben des DRV arbeite man im Bereich Digitalisierung an sogenannten „Plattformlösungen“, die Synergien zwischen einzelnen genossenschaftlichen Unternehmen fördern. -hk-

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