Strukturwandel hält an

Mittwoch, 23. August 2017 - 14:15
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Wein
Rebflächen von über 30 Hektar sind auch bei deutschen Spitzenproduzenten, wie hier beim Weingut Allendorf im Rheingau, keine Ausnahme mehr (Foto: Weingut Allendorf)

Nach neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2016 hat sich die Zahl der Weinbaubetriebe seit Anfang der 2000er Jahre weiter verringert. Zwischen 2003 und 2016 sank ihre Anzahl von 29.200 auf rund 16.900. Die Rebfläche ist im gleichen Zeitraum sogar leicht von rund 98.300 auf 99.200 Hektar angewachsen. Grund hierfür ist, dass die aufgegebenen Rebflächen von bestehenden Weingütern übernommen wurden. Entsprechend ist auch die durchschnittliche Rebfläche pro Betrieb von 3,4 auf 5,9 Hektar gestiegen.

Die Rückgänge betrafen besonders Kleinst- und Kleinbetriebe. Der Anteil von Betrieben mit weniger als 3 Hektar Rebfläche ist im Betrachtungszeitraum von 20 auf lediglich 12 Prozent der Gesamtrebfläche gefallen. Ebenfalls weniger Fläche bewirtschafteten die Betriebe mit bis zu 5 Hektar. Ihr Flächenanteil  sank von 13 auf 8 Prozent, während sich die Betriebe mit einer Größe von mehr als 5 Hektar über einen deutlichen Zuwachs von 67 auf 81 Prozent freuen können.

In Zukunft werden große Betriebe eine immer wichtigere Rolle spielen.  Weingüter mit mehr als 20 Hektar Rebfläche verfügen laut Statistik schon heute über rund 30.000 Hektar Rebfläche. In Prozent ausgedrückt bedeutet das, dass 5 Prozent der Betriebe 30 Prozent der Fläche bewirtschaften. -hk-

 

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