Sachsen gründet Schutzgemeinschaft

Dienstag, 14. Juli 2020 - 12:15
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Der neue Vorstand: v.l.n.r.:  Enrico Friedland, Sabine Wendsche, Felix Hößelbarth, Frank Neupold, Conrad Seifert, Sabrina Wagner, Claus Höhne

Der Sächsische Weinbauverband e. V. hat auf seiner Ordentlichen Mitgliederversammlung am 20. Juni 2020 einstimmig die Schutzgemeinschaft für den Sächsischen Wein gegründet. Die Schutzgemeinschaft wird sich in den kommenden Jahren mit der Umsetzung der neuen deutschen Weinrechtsprechung und damit auch mit der geschützten Herkunftsbezeichnung „Sachsen“ befassen.

Als Schutzgemeinschaft können die rund 1.800 sächsischen Winzer ihre geschützte Ursprungsbezeichnung „Sachsen“ (g.U.) sowie die geschützte geografische Angabe „Sächsischer Landwein“ selbst gestalten und verwalten. Zu beantworten sind dabei unter anderem Fragen nach Weinlagen, Qualitäten, Rebsorten aber auch Stilistik des Weins aus Sachsen. Den Handlungsrahmen dafür gibt das neue deutsche Weinrecht, das bis Ende des Jahres verabschiedet werden soll. Für das Weinanbaugebiet steht nun zunächst die fachliche Ausarbeitung der Lastenhefte im Fokus. Diese Aufgabe übernimmt der neu gewählte Vorstand gemeinsam mit der Vertreterversammlung der nun gegründeten Schutzgemeinschaft.

Der neue Vorstand

In den neuen Vorstand des Weinbauverbands Sachsen gewählt wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Felix Hößelbarth, Conrad Seifert, Claus Höhne und Enrico Friedland sowie neu der langjährige Oberbürgermeister von Coswig, Frank Neupold. Dieser übernimmt das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Weinbauverbandes von Michael Thomas, der nicht noch einmal zur Wahl angetreten war.

Der neue Vorsitzende, Frank Neupold, bestätigt auf Nachfrage der Redaktion, dass die Schutzgemeinschaft „aus dem Verband heraus“ gegründet wurde. Die Vertreterversammlung setze sich aus repräsentativen Vertretern des Anbaugebietes zusammen (vgl. Interview ddw14-15. S.6).

Mit der Gründung der Schutzgemeinschaft ist ein wesentliches Ziel des Sächsischen Weinbauverbandes erreicht. Damit verbunden war auch ein kräftiges Wachstum der Mitgliederzahlen des Verbandes. Dieser vertritt aktuell über 80 Prozent der Rebfläche Sachsens. Neupold blickt optimistisch in die Zukunft: „Die genannten Themen werden uns auf Jahre beschäftigen. Das alles unter einen Hut zu bringen, werden die nächsten Aufgaben sein. Vielleicht gelingt es uns noch den einen oder anderen Betrieb zur Mitgliedschaft um Verband zu gewinnen.“ (jk)

Mehr Details finden Sie in der aktuellen Ausgabe des ddw14-15/2020. 

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