Landwirte rufen zu Tisch

Donnerstag, 12. März 2020 - 10:00
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In mehreren Kolonnen machten sich rund 800 Traktoren am 5. März auf den Weg nach Mainz

Sorry, aber sonst werden wir nicht gehört! Mit Sprüchen wie diesen, machten sich am 5. März rund 800 Landwirte in ihren Traktoren auf den Weg nach Mainz, um dort gegen die aktuellen politischen Entwicklungen im Landwirtschaftssektor zu demonstrieren.

Um 5 Uhr ging es los. Auch die ddw-Redaktion war dabei: Mitfahrgelegenheit – ein Fendt. Es war die zweite Bauerndemo dieser Art in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Veranstaltet wurde die Versammlung vom Agrarbündnis »Land schafft Verbindung«, das sich für die Arbeit der Landwirte einsetzt. Hintergrund der Demo war die anstehende Verabschiedung der verschärften Düngeverordnung und des Agrarpakets der Bundesregierung im Bundesrat. Ziele dieser Demos sind es, mit den Entscheidern in der Politik friedlich in den Dialog zu treten und einen lösungsorientierten Austausch voranzutreiben. Auch die Wertschätzung für landwirtschaftliche Berufe in der Bevölkerung soll gesteigert werden, so die Initiatoren. Um diese Ziele zu erreichen, ruft die Organisation »zu Tisch«. Bei Kundgebungen auf dem Gutenbergplatz in Mainz stellten sich Politiker verschiedener Parteien und auch Vertreter von Naturschutzverbänden den Fragen der Landwirte. Sie nahmen in kurzen Reden Stellung zu den Forderungen der Initiative.

Auch Staatssekretär Andy Becht war vor Ort und bestätigte die Bauern in ihrem Vorhaben: "Und auch wir werden etwas sagen - wir werden uns nicht einschüchtern lassen, dass Änderungen an dieser Verordnung nicht möglich sein sollen. Dr. Wissing wird der Düngeverordnung in dieser Fassung nicht zustimmen." Gemeinsamer Konsens der Veranstaltung: Wir stehen im guten Dialog und zusammen werden wir die Herausforderungen der Zukunft meistern.

Weitere Statements der Bauern und Politiker sowie Bilder der Demonstration finden Sie in der nächsten Ausgabe des ddw. -jb-

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