Franken gründet Konsortium

Montag, 15. April 2019 - 9:15
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Regional
Weinbaupräsident Artur Steinmann freut sich mit Weinbaureferent Stephan Schmidt (l.) und Geschäftsführer Hermann Schmitt (r.) über den Beschluss (Foto: Thomas Köhler)

Am 10. April hat der Fränkische Weinbauverband e.V. anlässlich seiner Mitgliederversammlung in Kitzingen durch eine Satzungsänderung die Gründung eines Branchenverbandes vorbereitet. Damit wären die Franken die ersten in Deutschland mit einem entsprechenden Zusammenschluss. Der Satzungsänderung ging ein fast fünf Jahre dauernder Arbeitsprozess voraus. Der künftige Branchenverband soll den Namen Konsortium Franken tragen und den rund 3.400 fränkischen Winzern die freie Entscheidung darüber ermöglichen, was den Frankenwein und seine Herkunftsbezeichnungen ausmacht. Zuvor muss der Verband allerdings noch von staatlicher Seite anerkannt werden.

"Wir werden uns als Branchenverband nun hauptsächlich mit den Themen Herkunft und Profilierung beschäftigen - dann sieht man weiter, welche Aufgaben wir künftig übernehmen könnten, beschreibt Artur Steinmann, Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes das weitere Vorgehen. "Wir befinden uns seit Jahren in einem Prozess zu mehr Verortung. Der Konsument weiß bereits, wo seine Weine herkommen. Da ist der weitere Fokus auf Herkunft nur konsequent.", so Steinmann weiter.

Ab Frühsommer 2019 wird ein 19-köpfiger Ausschuss bestehend aus Mitgliedern der gesamten fränkischen Weinwirtschaft erste Definitionen für die Lastenhefte entwerfen. In den Lastenheften kann definiert werden, welche Rebsorten, Geschmacksrichtungen, Prädikate, etc. innerhalb der unterschiedlichen geschützten geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen zulässig sind. Grundsätzlich soll jedoch die Maxime gelten: Je enger die Herkunft, desto höher die Qualität. -hk-

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