Ernteeinbußen in Österreich

Dienstag, 14. März 2017 - 16:00
Regional
2016 wurde in Österreich weniger Wein geerntet

Aufgrund der heftigen Spätfröste im Frühjahr mussten die österreichischen Winzer beim Weinjahrgang 2016 deutliche Einbußen hinnehmen. Nach Angaben von Statistik Austria belief sich das Gesamtvolumen des Weinjahrgangs 2016 auf 2,0 Mio. hl; das sind 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Fünf-Jahres-Durchschnitt wurde sogar um 16 Prozent unterschritten. Einen besonders großen Rückgang gab es bei den Rotweinen, deren Aufkommen um rund ein Drittel kleiner ausfiel als 2015. Die Erntemenge bei den Weißweinen verringerte sich nur um 4 Prozent.

Dementsprechend zeigten sich auch Veränderungen der einzelnen Qualitätssegmente. An Qualitäts- und Prädikatsweinen wurden den Wiener Statistikern zufolge insgesamt 1,9 Mio. hl produziert; das waren 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Menge an roten Qualitäts- und Prädikatsweinen lag mit 513 500 hl um 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Stabiler zeigten sich hingegen die hochqualitativen Weißweine; hier wurde lediglich ein Minus von 3 Prozent auf 1,3 Mio. hl verbucht. Im Segment Wein/Landwein wurden 73 700 hl produziert, was gegenüber 2015 einem Rückgang von 39 Prozent entspricht. Dabei sank das Volumen im weißen Segment um 23 Prozent und im roten um 59 Prozent. (age/sm)

 

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