DWV-Vorstand zu Spätfrostschäden im Weinbau

Donnerstag, 27. April 2017 - 11:45
Betroffen sind alle Weinbauregionen, besonders jene Rebanlagen, in denen die milde Frühjahrswitterung zu einem ein- bis zweiwöchigen früheren Austrieb der Reben geführt hat. Nach erstem Erkenntnisstand variiert der Schaden an den jungen Trieben stark, je nach Lage und Rebsorte und reicht mancherorts bis zum Totalausfall. Die Weinbauexperten vor Ort sind derzeit mit Hochdruck dabei, sich einen belastbaren Überblick zum Schadensumfang zu verschaffen. Schon heute ist sicher, dass der diesjährige Spätfrost zu erheblichen Einbußen geführt und für zahlreiche Betriebe existenzbedrohende wirtschaftliche Konse-quenzen hat.
Der Deutsche Weinbauverband hat das Thema „Frostschaden 2017 im Weinbau“ angesichts der aktuellen Ereignisse kurzfristig und prioritär in seiner gestrigen Vorstandssitzung erörtert und dazu nachfolgenden ersten Standpunkt gefasst:
• Für einen Überblick zum Schadensumfang wird in den einzelnen Gebieten jetzt an der Erfassung belastbarer Daten gearbeitet.
• Zu den derzeit bereits deutlich sichtbaren Frostschäden bestehen auch latente, so dass es schwierig ist, das Ausmaß des Frostschadens jetzt schon komplett und exakt quantifizieren zu können.
• Empfohlen wird die Expertise der Lehranstalten vor Ort einzubinden.
• Aufgrund des diesjährigen frühen Vegetationsstandes ist die Frostgefahr auch noch nicht gebannt (Eisheilige 11.-15.5.).
• Der Berufsstand setzt sich dafür ein die Vorgehensweise der erforderlichen Hilfsmaßnahmen mit Bund und Bundesländer koordiniert anzugehen, um zunächst den stark und extrem betroffenen Betriebe zu helfen. (DWV)

Anzeige