COPA-COGECA begrüßt griechische Unterstützung für den Anbaustopp

Freitag, 2. Dezember 2011 - 12:00

Die COPA-COGECA begrüßt den Beschluss Griechenlands, sich dem Aufruf von zwölf Mitgliedstaaten zur Beibehaltung der Anpflanzungsrechte für alle Arten von Wein in der EUanzuschließen. Die europäische Vereinigung von COPA - dem Ausschuss der berufsständischen landwirtschaftlichen Organisationen - und COGECA - dem allgemeinen Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften - drängt mehr Mitgliedstaaten dazu, diesem Appell zu folgen.

Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen sagte dazu in Brüssel: "Ich begrüße, dass Griechenland sich dieser Initiative angeschlossen hat. Es ist von ganz entscheidender Bedeutung, dass die Anpflanzungsrechte im Weinsektor erhalten bleiben, da diese für die Wirtschaft ländlicher Gebiete lebenswichtig sind und dazu beitragen, den europäischen Weinmarkt im Gleichgewicht zu halten. Ursprünglich waren neun Mitgliedstaaten - Frankreich, Deutschland, Italien, Zypern, Luxemburg, Österreich, Ungarn, Portugal und Rumänien - in einem Schreiben an EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolo&351; für die Beibehaltung der Anpflanzungsrechte eingetreten und jetzt hat sich diesen auch der griechische Landwirtschaftsminister Kostas Skandalidis angeschlossen."

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe "Wein" von Copa-Cogeca, Thierry Coste, betonte: "Copa- Cogeca ist über die Auswirkungen einer möglichen Abschaffung der Anpflanzungsrechte auf den Weinsektor der EU sehr besorgt. Mit einer Liberalisierung der Anpflanzungsrechte gingen beachtliche Veränderungen für die europäischen Weinbaugebiete einher. Sie würde den Übergang von einem System der Weinbereitung durch den Erzeuger oder seine Genossenschaft zu einem mehr intensiven, industrialisierten Modell implizieren. Des Weiteren würde sie gravierende Marktungleichgewichte entstehen lassen und zu Produktionsüberschüssen führen. Durch das System der Anpflanzungsrechte waren die europäischen Landwirte in der Lage, ihren Erzeugnissen einen Mehrwert zu verleihen und diesen im Sektor zu halten."

Copa-Cogeca fordert die Minister der EU daher dringend auf, die EU-Kommission um die Veröffentlichung eines Vorschlags zu bitten, der die Anpflanzungsrechte im Weinsektor erhält. Die Europa-Abgeordneten haben bereits gefordert, bei der Abstimmung über den Bericht zur Zukunft der GAP im Mai sicherzustellen, dass die Anpflanzungsrechte nach 2015 erhalten bleiben. "Ich fordere die Kommission und die Minister dringlichst auf, sie zu erhalten. Ansonsten besteht die Gefahr einer Entwicklung hin zu einem industrialisierten Weinbausektor auf Kosten der familiengeführten Betriebe," so Coste.

Quelle: COPA-COGECA

Anzeige