Abgabenerhöhung beschlossen

Mittwoch, 20. Juni 2018 - 9:15
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Peter Seyffardt informierte über Beschlüsse des Rheingauer Weinbauverbandes (Foto: DigitalAtelier Heibel)

Bei einem Pressefrühstück am 19. Juni 2018 informierte der Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes Peter Seyffardt die anwesenden Pressevertreter darüber, dass bereits am 10. April 2018 im Rahmen der Mitgliederversammlung die Organisation zur Verwaltung herkunftsgeschützter Weinnamen für das Weinbaugebiet Rheingau beschlossen wurde.

Mit der Gründung der Schutzgemeinschaften soll aus der deutschen Übergangslösung eine Dauerlösung werden, die eine klare Profilierung des Anbaugebietes ermöglicht. „Wie die Profilierung im Detail aussehen könnte, muss noch erarbeitet werden. Der Qualitätsgedanke und die Profilierung der Einzellage stehen im Vordergrund“, so Seyffardt. „Die Qualitätsweine benötigen eine klare Profilierung um am Markt in Zukunft erfolgreich zu sein. Es liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns, dass aber mit Chancen verbunden ist, die wir unbedingt nutzen wollen“, erklärte der Präsident.

Die Schutzgemeinschaft wird sich aus dem Vorstand des Rheingauer Weinbauverbandes, dem VDP.Rheingau, einem Vertreter der Rheingauer Sektkellereien und Vertretern aus den Bereichen unterer, mittlerer und oberer Rheingau zusammensetzen.

Als weiteres Thema stand die Abgabe für die gebietliche Absatzförderung von Wein auf der Agenda. Das hessische Gesetz über die Erhebung dieser Abgabe wurde in Abstimmung mit dem Rheingauer Weinbauverband novelliert. Die Absatzförderung erfolgt seit den 70er Jahren zentral und ohne eine bisherige Erhöhung durch herkunftsbezogene gemeinschaftliche Werbemaßnahmen. Um in dem immer größer werdenden Wettbewerb bestehen zu können, wurde die Bagatellgrenze für die Erhebung von Betriebsgrößen von 5 Ar auf 10 Ar angehoben, gleichzeitig wurde eine Anhebung der Abgabe von bislang 0,87 EUR/Ar auf 1,00 EUR/Ar vorgenommen.

„Nur im Gemeinschaftsmarketing können wir die konsequente Qualitätsorientierung unserer Betriebe in eine optimale werbliche Darstellung und Vermarktung, eine positive Imagebildung und Absatzentwicklung darstellen“, begründet Seyffardt die Entscheidung des Verbandes. –hk-

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