Ausgabe 23/2014

Freitag, 21. November 2014 - 13:45

Liebe Leser,

können Sie sich immer leicht entscheiden? Oft hat man zahlreiche Möglichkeiten und will davon die beste für den Betrieb aussuchen. Hier ist Innehalten und Überlegen besser als vorschnell eine Alternative zu wählen. Diese Ausgabe ist voller Alternativen, doch nicht ohne Rat für den, der sich für sie entscheidet. Für die kommende Filtrationszeit gibt Bernhard Schandelmaier vom DLR Rheinpfalz Hilfestellung bei der Frage »Welcher Filter passt zu meinem Betrieb?« (S. 12). Ein weiteres Winterthema beleuchtet Janina Mäurer: Haben Sie schon vom »sanften Rebschnitt« gehört? Die Technik aus dem Friaul wird ab Seite 16 erklärt. Doch nicht nur beim Schneiden gibt es eine neue Variante, auch im Anbau. Im Extraheft DER OENOLOGE wird die alte, bis dato aber eher unbekannte Rebsorte Roter Riesling vorgestellt, die jetzt auf Grund der Klimaveränderungen Aufwind bekommt. Wahrlich alternativ mutet die Lagerung von Wein in Fässern aus Mond-Eiche an; unser Weinbrief zeigt, was aus dem Wein geworden ist (S.27). Eine neue Technik zur reduktiven Mostgewinnung hat Dominik Durner untersucht: Er zeigt ab Seite 32 wie Pressen unter Inertgas funktioniert und was für Ergebnisse es liefert. Viel neuer Stoff steckt in diesem Heft, doch wir wollen Ihnen damit Orientierung bieten. Wer die Hintergründe kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen und muss sich nicht allein auf sein Bauchgefühl verlassen. In diesem Sinne wünsche ich eine aufschlussreiche Lektüre!

Sarah Augenstein augenstein@meininger.de

Inhalte dieser Ausgabe

OENOLOGIE - Welcher Filter passt zu meinem Betrieb?

Nie war die Auswahl unter den Cross-Flow-Filtern größer, waren die Innovationen vielfältiger, die Anbieter zahlreicher, die Einsatzbereiche so weitreichend. Wo liegen die Unterschiede zwischen den Filtrationsmethoden? Was kann Cross-Flow leisten, was nicht?

WEINBAU - Der sanfte Rebschnitt nach Simonit & Sirch

Hierzulande haben noch nicht alle davon gehört, doch im Friaul, wo die Methode Ende der 1980er Jahre entwickelt wurde, wenden einige Weingüter den sanften Rebschnitt an. Das Prinzip beruht auf der Nutzung des natürlichen Saftflusses in der Rebe. Hintergrund und Vorteile der Methode.

BETRIEBSWIRTSCHAFT - Kosten des Rebschnitts: eine Frage der Erziehung

Der Rebschnitt ist die arbeitsintensivste Zeit in der Traubenproduktion, daher liegt es nahe Möglichkeiten zu finden um diese Arbeit zu reduzieren und zu erleichtern. Der folgende Artikel berichtet über verschiedene Verfahrensweisen des Rebschnitts, deren Arbeitszeitbedarf und die daraus resultierenden Kosten für das Unternehmen.

MARKETING - Weine mit Mond-Magie und natürlicher Balance

Das Familienunternehmen Menger-Krug betreibt seit 1785 Weinbau und ist neben dem Weingut Motzenbäcker in Ruppertsberg (Pfalz) im Besitz von zwei weiteren Weingütern in der Pfalz und Rheinhessen. Die Familie ist von Nachhaltigkeit und den magischen Kräften des Mondes überzeugt und arbeitet deshalb biologisch, achtet auf Artenvielfalt und verwendet Fässer aus Mond-Eiche.

PRAXISNAH - Weinausbau im Barrique - eine Selbstverständlichkeit?

Das Barrique-Fass wurde vor über 30 Jahren erstmals in Deutschland verwendet. Um 1980 wurden die ersten daraus entstandenen Barriqueweine als Tafelweine vermarktet. Heute steht Barriqueausbau für gehobene Rotweine und ist bei einigen Weißweinen zu einer Selbstverständlichkeit geworden.