Ausgabe 16/2019

Freitag, 16. August 2019 - 6:00

»Vielen Dank für die Blumen ...«

ddw16-17/2019

Man muss kein Udo Jürgens Fan sein, um die
ersten Zeilen dieses Schlagers auswendig zu
kennen. Dafür haben Tom & Jerry gesorgt.
Das Lied ist nämlich der Titelsong der deutschen
Version des Katz-und-Maus-Comics
und hat sicher Generationen von Eltern in den Wahnsinn
getrieben. Zumindest erging es meiner Mutter so, sobald
Sie die ersten Unheil verheißenden Töne aus der Fernsehecke
vernahm. Sie maß der Serie keinen allzu großen didaktischen
Wert bei und wunderte sich, wie wir Kinder uns
freiwillig etwas so Gewalttätiges ansehen konnten. Als Vater
sehe ich das heute übrigens genau so. Doch als Kind war ich
schlicht begeistert, wenn der listenreiche Jerry den bösartigen
und zuweilen dümmlichen Kater Tom ein um das andere
Mal hinters Licht führte.
Ich habe die Comics zwar seit Jahren
nicht mehr gesehen, aber die Botschaft, die
der Titelsong vermittelt, nämlich dass sich
hinter etwas vordergründig Positivem, etwa
den Blumen, die Tom vor dem Mäuseloch
platziert, durchaus eine böse Überraschung
verbergen kann, hat sich wohl in meinem
Unterbewusstsein festgesetzt. Zumindest
kam sie mir neulich wieder in den Sinn als
ich an die Ergebnisse unserer Leserbefragung dachte. Ich
wusste schon, dass die Resonanz auf die Umfrage hoch
war und dass sich hunderte Leser daran beteiligt hatten.
Auch einige Antwortbögen hatte ich schon überflogen, bevor
ich sie zur Auswertung an Prof. Gläser von der SRH
Hochschule Heidelberg gab. Auf den ersten Blick waren mir
dabei nur positive Rückmeldungen aufgefallen. Genau das
machte mich misstrauisch. Wusste ich doch spätestens seit
Tom & Jerry, dass irgendwo eine böse Überraschung lauern
konnte. Deshalb war ich auch gespannt, welche Ergebnisse
die wissenschaftliche Auswertung letztlich zu Tage fördern
würde. Diese Spannung blieb mir erhalten, bis ich endlich
alle Ergebnisse vorliegen hatte und siehe da: Viele Blumen,
keine Hackebeile!
Dafür möchten wir uns heute bei Ihnen bedanken. »Vielen
Dank für die Blumen, liebe Leser!« Uns freut die rege Beteiligung
und noch viel mehr freut uns, dass Ihre Rückmeldung
so positiv ausgefallen ist. Das ist nicht selbstverständlich,
schließlich wurde das Heft in den letzten Jahren komplett
überarbeitet und auch die handelnden Personen sind heute
andere als früher. In Ihrer Beurteilung zeigt sich die starke
Leser-Blatt-Bindung und dass Sie mit den Beiträgen, die wir
für Sie aufbereiten, zufrieden sind.
Was uns auch noch wichtig war: Wir wollten wissen,
welche Themenschwerpunkte Sie sich vom ddw erwarten.
Hierzu gab es ein eindeutiges Votum. Wie dieses ausgefallen
ist, können Sie in einem kurzen Beitrag ab Seite 44 lesen.
Dort erfahren Sie übrigens auch, wie der durchschnittliche
ddw-Leser »aussieht« und was unsere
männlichen Leser von den weiblichen unterscheidet.
Ich bin gespannt, ob Sie sich in
den Ergebnissen wiederfinden.
Wir ruhen uns jetzt nicht etwa mit Ihren
Blumen in der Hand aus, sondern machen
uns mit noch größerer Motivation ans
Werk, damit die nächste
Leserbefragung ähnlich
positiv ausfällt. Sollten
Sie in der Zwischenzeit kritische Anmerkungen
haben, dann wissen Sie ja, wie
Sie mich erreichen können.« F

Inhalte dieser Ausgabe

Foto: B. Schandelmaier
Oenologie

Kontrolle des Gärverlaufs mittels Refraktometer

Foto: lena Schweitzer – StockAdobe.com
Mikrobiologie

Mit Hilfe von vorkultivierten Hefeansätzen lässt sich Diacetyl auch kurativ abbauen.

Foto: M. Schmitt
Schaumwein

So denken Produzenten über Herstellung und Marktbedeutung von Pét Nat. 

Weinbau-ATW

Alternative Verfahren zur Unterstockbodenpflege: die ersten Ergebnisse

Foto: georgerudy – StockAdobe.com
Marketing

Der selbstständige Lebensmitteleinzelhandel entwickelt sich zur Konkurrenz für den Weinfachhandel