Ausgabe 08/2017

Samstag, 15. April 2017 - 8:00

Werden Sie nachhaltig erfolgreich!

Hier in Deutschland taucht das Konzept der Nachhaltigkeit zum ersten Mal im 18. Jahrhundert auf. Damals kam es in Sachsen zum Raubbau an Wäldern. Der Bergbau in der Region forderte Unmengen an Holz als Brennmaterial oder Baustoff für den Grubenausbau. Als »Erfinder der Nachhaltigkeit« gilt deshalb Hans Carl von Carlowitz, der das Problem erkannte und in seinem Buch »Sylvicultura oeconomica« thematisierte.

Seit der damaligen Zeit erfuhr der Begriff »Nachhaltigkeit« zahlreiche Erweiterungen. Wurde er zunächst rein ökonomisch ausgelegt, versteht man unter dem Schlagwort heute in gleichem Maße auch ökologische und soziale Aspekte. In Zeiten des Klimawandels, des Bevölkerungswachstums und der Ressourcenverschwendung  wird nachhaltiges Wirtschaften mehr und mehr zum Synonym für erfolgreiches Wirtschaften. Das gilt auch und sogar in besonderem Maß für die Weinbranche, da sie direkt von einem funktionierenden Ökosystem abhängig ist.

Der Meininger Verlag möchte seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und organisiert deshalb erstmalig BEST PRACTICE IN WINE – Meiningers Symposium und Feldtage für Nachhaltigkeit in der Weinbranche. Diese praxisorientierte Veranstaltung findet am 4. und 5. Juli im DLR Rheinpfalz statt. Sie richtet sich an Winzer, Oenologen und andere Entscheider, die zukunftsorientiert denken und nachhaltig erfolgreich sein wollen. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung, ob als Zuhörer, Aussteller oder Sponsor. Alle weiteren Informationen zum Programm, den Vorträgen und Workshops erhalten sie in den kommenden Ausgaben. Sollten Sie schon vorab Informationen benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden. Bis dahin wünsche ich Ihnen Frohe Ostern!

Holger Klein
stellv. Chefredakteur DER DEUTSCHE WEINBAU
klein@meininger.de

Inhalte dieser Ausgabe

Manuell, mechanisch oder optisch?

Einerseits begeistert die aktuelle Sortiertechnik. Andererseits gab es in den letzten Jahren zahlreiche Fälle, in denen neu eingeführte Sortiermaschinen wieder abgebaut wurden. Das lag nicht immer an unzureichender Technik, sondern häufig an falschen Erwartungen.

Peronospora 2016

Die ungewöhnlich feucht-warme Witterung im Frühjahr führte in vielen Teilen Rheinhessens zu der stärksten Peronosporaepidemie seit mindestens 50 Jahren. Besonders stark waren der Wonnegau und die Rheinfront südlich von Oppenheim betroffen.

Der Herr der Netze

Im Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg (WBI) traf die ddw-Redaktion Kurt Wagner zu einem Gespräch über die Erfahrungen aus zehn Jahren Hagelnetze. Mit seiner Firma Wagner GmbH Hydraulik und Antrieb war er auch schon vor der Erfindung der Hagelschutznetze als Zulieferer in der Weinbranche aktiv.

Gut kalkuliert

Wie hoch sollte der Preis für ein Produkt sein, damit die Kosten überstiegen oder zumindest gedeckt werden? Die Kostenträgerrechnung gibt darüber Aufschluss.

Schützt die Nützlinge

Seit Jahren hat sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die Raubmilben und andere Nützlinge nicht schädigen, in der Praxis etabliert.