Ausgabe 02/2015

Freitag, 23. Januar 2015 - 9:00

Liebe Leser,

Der Deutsche Weinbau Ausgabe 02/2015

ein altes Sprichwort aus der Landwirtschaft besagt: Wo der Pflug vom Rost gefressen, wird sehr wenig Korn gegessen. Zwar sind unsere Pflüge mittlerweile hochmoderne Schlepper und das Korn Weintrauben, doch ein Fünkchen Wahrheit steckt bekanntlich in jeder alten Redewendung. Damit Sie keine Probleme mit Rost bekommen, stellt Günther Künstler Lösungen für den Korrosionsschutz bei Pfählen vor (ab Seite 36). Bleiben wir im Weinberg: Haben Sie schon etwas vom Roten Müller-Thurgau gehört? Nein, dann lesen Sie den Beitrag der Züchtergemeinschaft ab Seite 34. Ein Weinbaubetrieb ist ja immer auch eine Gemeinschaft, doch gerade hier drohen Stolperfallen, wenn es um die Betriebsübergabe geht. Natascha Popp von Wein & Rat informiert in ihrem Beitrag, wie man durch gezielte Planung und entspanntes Loslassen Erfolg haben kann (S. 28). Um Erfolgssicherung geht es auch im Fachbericht von Professor Dr. Marc Dreßler. Er zeigt, wie Betriebe ihren Vertrieb zukunftsorientiert steuern können (S. 16). Einen für die Weinbranche noch relativ neuen Weg beschreiben wir im aktuellen Praxisnah (S. 42). Hier geht es um Crowdfunding - eine moderne Art der Geldbeschaffung, bei der es gilt, möglichst viele Menschen von seinem Vorhaben zu begeistern, damit sie bestenfalls investieren. In dieser Ausgabe finden sich zahlreiche Anregungen, wie Sie Ihre Zukunft besser gestalten können. Gute Vorsätze kann man auch das ganze Jahr über fassen, oder?

Franziska Tschöcke tschoecke@meininger.de

Inhalte dieser Ausgabe

OENOLOGIE - Lohnabfüller: Gut gerüstet für die Saison

Wenn der Abfülltermin steht, dann ist der Produktionsweg fast abgeschlossen. Ob eine eigene Anlage oder doch durch einen Lohnabfüller? Viele Kriterien müssen erfüllt sein, um den richtigen Dienstleister zu finden. Wir geben einen Überblick über stationäre und mobile Lohnabfüller (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

MARKETING - Vertrieb zukunftsorientiert steuern: warum und wie?

Direktverkauf, Fachhandel und Gastronomie waren lange Zeit die tragenden Säulen beim Weinverkauf. Seit sehr viele Weinproduzenten einen eigenen Onlineshop haben oder online über Händler verkaufen befindet sich der Vertrieb im Umbruch. Das Zusammenspiel der Vertriebskanäle ist komplizierter geworden: Koordination und Planung sind notwendig.

BETRIEBSWIRTSCHAFT - Betriebsübergabe: Planen, loslassen und Erfolg haben

Eine erfolgreiche Übergabe erfordert eine sorgfältige Planung und ausreichend Vorbereitungszeit. Wenn es keine familäre Lösung gibt, dann fängt die Suche nach einem geeigneten Pächter bzw. Käufer an. Die Suche nach dem richtigen Nachfolger sollte auch hier nicht leichtfertig getroffen werden. Wie packt man es also an?

INTERVIEW - Gärsteuerung: Steigender Trend zur Automation

Das Gärungsmanagement ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren bei der Weinbereitung. Die temperaturgeführte Gärsteuerung ist heute eine weit verbreitete Methode und stellt für den Winzer eine wesentliche Erleichterung dar. Neuer CO2-Sensor in Nieder-Olm vorgestellt: Welche Vorteile bringt die automatisierte Prozessverarbeitung des CO2-Gärgasausstoßes?

WEINBAU - Dürfen wir vorstellen? Der Rote Müller-Thurgau

Im September 2013 hat sich die Züchtergemeinschaft Roter Müller-Thurgau mit Sitz in Merdingen am Tuniberg (Baden) gebildet. Ziel dieser Gemeinschaft ist die züchterische Bearbeitung dieser neuen Rebsorte. Grund genug, die Rebsorte und ihre Eigenschaften einmal genauer vorzustellen. Mitglied Karlheinz Thoma aus Ebringen informiert.

Außerdem:
Materialwissen: Korrosionsschutz für Pfähle

PRAXISNAH - Kreatives Finanzieren: Wie gut klappt Crowdfunding?

Unabhängig von der Bank: Viele Gründer mit guten Ideen beschaffen ihr Startkapital heutzutage nicht mehr auf dem klassischen Weg eines Bankkredits, sondern über Crowdfunding. Ganz einfach – man muss nur viele Menschen davon überzeugen, einen kleinen Betrag zu investieren.