Die Wurzeln der Brauerei Rittmayer im oberfränkischen Hallerndorf reichen bis ins Jahr 1422 zurück. (Foto: Brauerei Rittmayer)
Die Wurzeln der Brauerei Rittmayer im oberfränkischen Hallerndorf reichen bis ins Jahr 1422 zurück. (Foto: Brauerei Rittmayer)

Brauerei Rittmayer investiert in nachhaltige Produktion

Die Brauerei Rittmayer aus dem oberfränkischen Hallerndorf hat knapp eine Million Euro in einen Misch- und Ausgleichtank sowie ein eigenes Klärwerk investiert. Ersterer dient zur Abwasservorbehandlung im Brauprozess, während die Kläranlage eine sogenannte anaerobe Abwasserreinigung übernimmt. Beide Elemente ermöglichten es, die organischen Fracht im Abwasser um rund 80 Prozent auf das Niveau von Haushaltsabwasser zu reduzieren. Gleichzeitig werde ein lokal betriebener Gasspeicher von der Kläranlage gespeist, der Biomethan für das Blockheizkraftwerk zur Ökostrom- und Wärmegewinnung im Betrieb liefert.

„Wir freuen uns sehr, nach einem umfangreichen Baugenehmigungsverfahren und einer coronabedingten Rohstoff- beziehungsweise Baumaterialverknappung, unsere Umweltstandards im Abfüll- und Brauprozess weiter erhöhen zu können“, sagt Geschäftsführer Georg Rittmayer. Dank der Biogasgewinnung könne über das Klärwerk CO2-neutral eigener Strom mit rund 612.000 KW/h Gas erzeugt werden, was rund 137 Tonnen CO2 einspare.

Die jüngst umgesetzten Baumaßnahmen ergänzen bereits bestehende ökologische wie ökonomischen Maßnahmen: So könne mit einer im Jahr 2005 installierten Stickstoffstoffgewinnungsanlage regelmäßige CO2 von 140 Tonnen pro Jahr eingespart werden. Dank der Umstellung auf eine Holzhackschnitzelheizung im Jahr 2013 sei der Bedarf an Heizöl pro Jahr um rund 140.000 Liter gesunken. Weitere Maßnahmen seien die Umstellung des Strombezugs aus Wasserkraft, die Einführung eines Energiesparprogramms mittels Wärmespeicher oder die Einführung eines eigenen Energie- und Wertstoffkreislaufes.

Von der Kläranlage wird ein lokal betriebener Gasspeicher betrieben, der Biomethan liefert. (Foto: Brauerei Rittmayer)
Von der Kläranlage wird ein lokal betriebener Gasspeicher betrieben, der Biomethan liefert. (Foto: Brauerei Rittmayer)
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Ausgabe 1/22

Cover Meiningers CRAFT 1/22 (Foto: Ben Fuchs Photography)

Themen der Ausgabe

TITEL_BERLINER BERG

Gesucht und gefunden: Sie treten an mit dem Prinzip „Tradition. Neugebraut“. Wollen nicht etwa das verrückteste Craftbier brauen, sondern das Pils für Berlin. Sie wollen eine Lücke schließen im Markt der Hauptstadt, ein Bindeglied sein zwischen zwei Welten. Im Mai 2021 haben Berliner Berg nach einigen Jahren der Suche ihre eigene Brauerei in Neukölln eröffnet.

TREND_HARD SELTZER

Happy Water: Vegan, wenig Alkohol und kaum Kalorien: Hard Seltzer heißt das neue Trendgetränk, das sich nach dem Hype in den USA jetzt in Deutschland etabliert. Auch hiesige Brauer sehen großes Potenzial in dieser neuen Kategorie und bescheren dem Markt vielversprechende Produkte

MARKEN_UNION BRAUEREI_UPDATE

Bremen in Wallung: Corona zum Trotz setzt die Union Brauerei auf Wachstum, will im Herbst 2022 einen weiteren Braubetrieb nebst Gastronomie in Bremen Hemelingen eröffnen – und die Brauhistorie der Hansestadt noch erlebbarer machen. Trotz Expansion wird sich die Brauerei weiterhin auf den lokalen Markt konzentrieren: „Hier gibt es für uns genug Potenzial."