In der Münchner Pfarrkirche St. Peter soll am Freitag, 16. September, um 11.30 Uhr ein öffentlicher Trauergottesdienst zum Gedenken an Dr. Dieter Soltmann stattfinden. (Foto: DBB)
In der Münchner Pfarrkirche St. Peter soll am Freitag, 16. September, um 11.30 Uhr ein öffentlicher Trauergottesdienst zum Gedenken an Dr. Dieter Soltmann stattfinden. (Foto: DBB)

Trauer um ehemaligen Brauer-Präsident

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) und der Bayerische Brauerbund (BBB) trauern um den früheren Präsidenten und Vize-Präsidenten Dr. Dieter Soltmann, der nach Angaben der Verbände Ende Juli im Alter von 87 Jahren verstorben sei.

„Dr. Dieter Soltmann hat die deutsche Brauwirtschaft geprägt wie kaum eine andere Unternehmerpersönlichkeit. Mit tiefer Betroffenheit haben wir die Nachricht von seinem Tod aufgenommen. Dieter Soltmann lenkte mit großer Leidenschaft und hohem persönlichen Einsatz nicht nur erfolgreich die Geschicke seines Unternehmens, sondern förderte in ehrenamtlicher Arbeit auch zahlreiche Institutionen, die noch lange von seinem Lebenswerk profitieren werden“, kondolierten die Präsidenten des Deutschen Brauer-Bundes und des Bayerischen Brauerbundes, Dr. Jörg Lehmann und Georg Schneider in einer gemeinsamen Mitteilung.
Dieter Soltmann zeichne aus, dass er wie nur wenige Unternehmer seiner Generation entscheidend am herausragenden Renommee der deutschen Braukultur mitgewirkt und maßgeblich durch vielfältige Initiativen zum Ansehen der deutschen Brauwirtschaft im In- und Ausland beigetragen habe. „Der Deutsche Brauer-Bund und der Bayerische Brauerbund haben Dieter Soltmann viel zu verdanken und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.“

1971 trat Dr. Soltmann als promovierter Diplom-Ingenieur und Diplom-Braumeister in die Gabriel Sedlmayr Spaten-Franziskaner-Bräu KGaA ein und arbeitete zunächst in der Marketing-Abteilung. 1976 wurde er persönlich haftender, geschäftsführender Gesellschafter – eine Funktion, die er bis zum Jahr 2000 innehatte.

Sein gesamtes Leben sei geprägt gewesen von ehrenamtlichem Engagement, von dem vor allem die Brauereiverbände profitiert haben sollen. Dr. Soltmann war von 1984 bis 1987 zunächst Vize-Präsident des Deutschen Brauer-Bundes und dann von 1987 bis 1990 Präsident des Bundesverbandes. In seine Präsidentschaft sei die juristische Auseinandersetzung um die Verbindlichkeit des Reinheitsgebots in Deutschland auch für Bier aus anderen EU-Ländern gefallen, die mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom März 1987 endete. Seine Präsidentschaft sei nach Angaben der Verbände auch geprägt vom Fall der Mauer und der Wiedererlangung der Deutschen Einheit. 

Wie es heißt, wurde Dr. Dieter Soltmann in "Würdigung seiner großen Verdienste um die deutsche Brauwirtschaft und ihren Spitzenverband" vom Deutsche Brauer-Bund im Sommer 1990 zum Ehrenmitglied ernannt. 1992 wurde er in das Präsidium des Bayerischen Brauerbundes und zu dessen Schatzmeister gewählt, ein Ehrenamt, das er bis 1998 bekleidete. DBB/pip

GZ 24/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Peter Laux

Peter Laux, Managing Director der Messer Industriegase GmbH, erklärt, wie das Unternehmen durch alternative Verfahren unabhängiger von der Düngemittelproduktion werden will. 

Aktuelles Interview: Raymond Sahm

Raymond Sahm, geschäftsführender Gesellschafter von Rastal, sieht sein Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dank einer neuen betriebswirtschaftlichen Grundlage und erheblichen Innovationen im digitalen Bereich sieht er Rastal für die Zukunft gut aufgestellt.

Titelthema: Stand CO2-Mangel

Nicht sehr prickelnd: CO2 ist weiterhin ein rares Gut. Einzig eine Erhöhung der Düngemittelproduktion scheint die Lage kitten zu können. Die EU ist dran.