Susanne Hedrich (l.) verlässt zum Jahresende die Brauerei Bischofshof. Den Posten in der Geschäftsführung übernimmt Till Hedrich (r.). (Fotos: LinkedIn)
Susanne Hedrich (l.) verlässt zum Jahresende die Brauerei Bischofshof. Den Posten in der Geschäftsführung übernimmt Till Hedrich (r.). (Fotos: LinkedIn)

Bischofshof: Hedrich kommt für Horn

Susanne Horn (48), aktuell Geschäftsführerin der Regensburger Brauerei Bischofshof, gibt ihren Posten auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2022 ab, wie das Unternehmen mitteilt. Zum 1. Januar 2023 wird Till Hedrich (52) die Geschäftsführung übernehmen.

Die 48-jährige Diplom-Betriebswirtin Horn war zum 1. April 2019 als Geschäftsführerin in die Brauerei Bischofshof eingetreten. Zuvor war sie nach Stationen bei Audi und Vielberth von 2008 bis 2019 Geschäftsführerin der Neumarkter Lammsbräu. Der 52-jährige Till Hedrich kommt ebenfalls mit Brauereierfahrung zu Bischofshof. Nach AB Inbev im Jahr 2015 war er von 2017 bis Juni 2022 bei der Bitburger Braugruppe, zuletzt als Leiter des nationalen Handels.

Alois Sattler, Brauereiverwaltungsratsvorsitzender der Bischofshof, dankt Susanne Horn: Sie habe sich „in ihren fast vier Jahren als Geschäftsführerin der Brauerei große Verdienste besonders in den Bereichen Marken- und Organisationsentwicklung erarbeitet und damit eine erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Unternehmens in schwierigen Zeiten verantwortet. Wir wünschen Susanne Horn für ihren weiteren Berufsweg wie auch privat alles erdenklich Gute.“ Mit Till Hedrich habe man einen hochqualifizierten Nachfolger gefunden, dem man in besonders herausfordernden Zeiten die Führung des Unternehmens anvertraue. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten Hedrichs werde auf dem Bereich Vertrieb und Marketing liegen, sagt Alois Sattler abschließend. //ok

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GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.