Machen sich für Bio-Landwirtschaft stark (v. l.): Johannes Ehrnsperger (Inhaber und Geschäftsführer von Neumarkter Lammsbräu), Katharina Schertler (Bioland-Naturschutzberaterin) und Florian Gäck (Bio-Bauer und Mitglied der Erzeugergemeinschaft Ökologische Braurohstoffe, EZÖB). Foto: Lammsbräu
Machen sich für Bio-Landwirtschaft stark (v. l.): Johannes Ehrnsperger (Inhaber und Geschäftsführer von Neumarkter Lammsbräu), Katharina Schertler (Bioland-Naturschutzberaterin) und Florian Gäck (Bio-Bauer und Mitglied der Erzeugergemeinschaft Ökologische Braurohstoffe, EZÖB). Foto: Lammsbräu

Neumarkter Lammsbräu unterstützt Pilotprojekt

Welchen Wert hat nachhaltige Bio-Landwirtschaft für Umwelt und Gemeinwohl tatsächlich? Dieser Frage gehen der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu und das Unternehmen Regionalwert Leistungen jetzt in einem gemeinsamen Pilotprojekt nach. Neumarkter Lammsbräu verwendet für seine Bio-Biere seit Jahrzehnten ausschließlich Hopfen und Malz aus regionalem Bio-Landbau. Die zuliefernden Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern arbeiten nicht nur ohne Pestizide und Kunstdünger, sie schützen auch aktiv Natur und Artenvielfalt. Gemeinsam mit Regionalwert Leistungen möchte Lammsbräu nun den konkreten Wert dieser besonderen Arbeit für Umwelt und Gemeinwohl ermitteln und damit die Grundlage für eine noch gerechtere Entlohnung von Bio-Landwirt*innen schaffen. Das Projekt, das auf der Regionalwert-Leistungsrechnung aufbaut, ist bis März 2022 angesetzt.

Zur finanziellen Bewertung der Nachhaltigkeitsleistungen der Bio-Landwirt*innen kommt ein Online-Tool von Regionalwert Leistungen zum Einsatz, das Ergebnis jahrelanger Forschung ist und auf ca. 300 Kennzahlen basiert. Die Bio-Landwirt*innen werden unter anderem nach der Form der Düngung, den eingesetzten Pflanzenschutzmitteln oder der Herkunft von Futtermitteln gefragt. Auch Themen wie Arbeitsplatzqualität und regionale Vernetzung spielen eine Rolle. Als Ergebnis erhalten die Bio-Landwirt*innen eine Übersicht über ihre Nachhaltigkeitsleistungen – und zwar auf Euro und Cent genau.

„Die Teilnahme am Pilotprojekt ist für uns eine Herzensangelegenheit“, sagt Lammsbräu-Inhaber und Geschäftsführer Johannes Ehrnsperger. „Für uns von Neumarkter Lammsbräu ist ganz zentral, dass wir den ökologischen Landbau fördern. Auch deshalb kämpfen wir dafür, dass die tolle Leistung der Bio-Bauern und -bäuerinnen noch besser sichtbar wird und sie gerecht entlohnt werden. Es muss sich für Bio-Bauern und -bäuerinnen auch finanziell positiv bemerkbar machen, dass sie unser aller Lebensgrundlagen wie Wasser und Boden schützten. Und nur so können wir zusätzliche Anreize schaffen, dass noch mehr Bauernhöfe auf den Bio-Landbau umgestellt werden.“

Infos zur Regionalwert-Leistungsrechnung unter www.regionalwert-leistungen.de

Mehr zu Neumarkter Lammsbräu unter www.lammsbraeu.de

 

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Ausgabe 1/22

Cover Meiningers CRAFT 1/22 (Foto: Ben Fuchs Photography)

Themen der Ausgabe

TITEL_BERLINER BERG

Gesucht und gefunden: Sie treten an mit dem Prinzip „Tradition. Neugebraut“. Wollen nicht etwa das verrückteste Craftbier brauen, sondern das Pils für Berlin. Sie wollen eine Lücke schließen im Markt der Hauptstadt, ein Bindeglied sein zwischen zwei Welten. Im Mai 2021 haben Berliner Berg nach einigen Jahren der Suche ihre eigene Brauerei in Neukölln eröffnet.

TREND_HARD SELTZER

Happy Water: Vegan, wenig Alkohol und kaum Kalorien: Hard Seltzer heißt das neue Trendgetränk, das sich nach dem Hype in den USA jetzt in Deutschland etabliert. Auch hiesige Brauer sehen großes Potenzial in dieser neuen Kategorie und bescheren dem Markt vielversprechende Produkte

MARKEN_UNION BRAUEREI_UPDATE

Bremen in Wallung: Corona zum Trotz setzt die Union Brauerei auf Wachstum, will im Herbst 2022 einen weiteren Braubetrieb nebst Gastronomie in Bremen Hemelingen eröffnen – und die Brauhistorie der Hansestadt noch erlebbarer machen. Trotz Expansion wird sich die Brauerei weiterhin auf den lokalen Markt konzentrieren: „Hier gibt es für uns genug Potenzial."