Laut Brauer-Bund  sorgten volle Läger, kalte Witterung und geschlossene Gastronomie für ein historisches Minus (Foto: Pixabay)
Laut Brauer-Bund sorgten volle Läger, kalte Witterung und geschlossene Gastronomie für ein historisches Minus (Foto: Pixabay)

Januar: Fast 2 Millionen Hektoliter Bier fehlen

Volle Läger, kalte Witterung und geschlossene Gastronomie sorgten für ein historisches Minus von insgesamt 27 Prozent. Auch die Ausfuhren in Drittländer – im vergangenen Jahr noch Stütze des Bierabsatzes - stürzten wieder ab, meldet der Deutsche Brauer-Bund (DBB), der sich auf die neuesten Absatzdaten des Statistischen Bundesamt (Destatis) stützt. „Bereits im Januar fehlen fast 2 Millionen Hektoliter Bier“, beklagt der DBB in seinem Rundschreiben an die Mitglieder.

Im Januar haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager insgesamt rund 4,75 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Wie Destatis weiter mitteilt, sank damit der Bierabsatz gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um minus 27 Prozent beziehungsweise um 1,76 Millionen Hektoliter. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) eingeführte Bier nicht enthalten. 

Der steuerpflichtige Inlandsabsatz sank im Vergleich zu Januar 2020 sogar um 28,3 Prozent auf 3,85 Millionen Hektoliter, das sind 1,520 Millionen Hektoliter weniger. Steuerfrei (als Exporte) wurden 895.497 Hektoliter Bier abgesetzt (-20,9 Prozent). Davon gingen 424.050 Hektoliter (-22,6 Prozent) in EU-Staaten, 471.447 Hektoliter (-19,3 Prozent) in Nicht-EU-Staaten und 6.874 Hektoliter (-13,5 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien. 

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – wurden im Januar 2021 mit 201.483 Hektolitern gegenüber dem Januar 2020 um 9,8 Prozent weniger abgesetzt. //pip

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