Der seit 2. November geltende Lockdown hat den Bierabsatz in diesem Jahr auf einen neuen Tiefststand fallen lassen. (Foto: Pixabay)
Der seit 2. November geltende Lockdown hat den Bierabsatz in diesem Jahr auf einen neuen Tiefststand fallen lassen. (Foto: Pixabay)

Bierabsatz auf neuem Tiefststand

Wie nicht anders zu erwarten war, hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) der gesamte Bierabsatz im November im Vergleich zum Vorjahresmonat (inklusive des Exports ins Ausland) mit einem Rückgang von -14,1 Prozent nochmals deutlich nach unten entwickelt. Richtet man den Blickwinkel nur aufs Inland, dann fallen die Absatzverluste von Minus 15,2 Prozent noch dramatischer ins Gewicht. Mit einem gesamten Absatzvolumen von nunmehr 5,733.954 Millionen Hektoliter (Inland: 4,774.036 Millionen Hektoliter) bedeutet dies einen neuen Tiefststand in diesem Jahr.

Zweiter Lockdown sorgt für dramatischen Einbruch

Zur Erinnerung: Im Oktober dieses Jahres lag der Absatzverlust der deutschen Brauer insgesamt noch bei -8,7 Prozent. Aufs Inland fokussiert, lag der Mengenverlust bei -10,0 Prozent. Aufgelaufen kommt seit Januar dieses Jahres somit ein gesamter Mengenverlust von -5,3 Prozent bzw. -5,4 Prozent im Inland zustande. Mit Beginn dieses Jahres handelt es sich um einen insgesamt aufgelaufenen Volumenrückgang von 4,556.469 Millionen Hektoliter Bier (Inland: 3,800.640 Millionen Hektoliter).

Der seit 2. November dieses Jahres geltende „Softlockdown“ hat sich somit direkt und in negativer Weise auf den Bierabsatz der deutschen Brauwirtschaft ausgewirkt, da alle Gastronomie- und Veranstaltungsunternehmen ihren Betrieb erneut einstellen mussten. Die Absatzstätten versiegten.

Drittländer außerhalb der EU sorgen für Aufhellung

Dass sich der Gesamtabsatz im Vergleich zum Inlandsabsatz etwas weniger negativ auswirkte, hat vor allem mit dem Export von Bier in Drittländer wie Asien zu tun: Die Nachfrage im November sorgte für ein sattes Plus von 12,5 Prozent (511.320 Hektoliter). Wohl den Brauereien, die vor allem außerhalb der Europäischen Union Konsumenten von ihrem Bier überzeugen konnten. Somit ist bis November ein Plus von 3,9 Prozent aufgelaufen.

Viel, viel trister war der November für die Brauereien, die ihre ausländischen Absatzmärkte hauptsächlich in der Europäischen Union hatten: Mit einem bitteren Mengenverlust von -24,4 Prozent auf nur noch 439.375 Hektoliter konnte keine Brauerei den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie standhalten.

Bestseller Biermischgetränke ebenfalls enttäuschend

Zu guter Letzt: die Biermischgetränke. Auch sie punkteten im trüben November nicht. Ansonsten die Absatzstars mit zweistelligen Wachstumsraten im Biersegment, sank deren Menge um -12,7 Prozent auf 185.310 Hektoliter. Bis November ergab sich somit aufgelaufen ein Minus von 2,9 Prozent.

Ob sich die Zahlen im Dezember weniger dramatisch entwickelt haben, bedingt durchs Weihnachtsfest und der gesteigerten Nachfrage im Einzelhandel, werden die Auswertungen im Januar zeigen. //pip