Unter den weltweit 40 größten Brauereigruppen finden sich inzwischen acht deutsche Unternehmen. Das geht aus der Rangliste „Top 40 Brauereien“ hervor, die im Rahmen des BarthHaas-Berichts Hopfen 2020/2021 veröffentlicht wird.

Aufgrund des Lockdowns müssen die in Brauereien in Deutschland für Februar ein Minus von 19,1 Prozent bzw. 1,23 Millionen Hektoliter verschmerzen. 

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im vergangenen Jahr pro Kopf durchschnittlich weniger Bier, Spirituosen und Schaumwein verbraucht. 

Brauereigasthöfe kommen nun doch in den Genuss der November- bzw. Dezemberhilfe, mit der der Bund das Gastgewerbe seit den ersten beiden Monaten des 2. Lockdowns unterstützt.

Der Bio-Pionier Neumarkter Lammsbräu hat trotz der Coronakrise im vergangenen Geschäftsjahr über alle Produktionslinien hinweg ein Umsatzplus von rund 10 Prozent verzeichnen können.

Die Bitburger Braugruppe verzeichnet eigenen Angaben zufolge für das Ausnahmejahr 2020 trotz einer sehr guten Entwicklung im Handel insgesamt einen Umsatzrückgang von 12 Prozent auf nun 696 Millionen Euro (2019: 792 Millionen Euro).

Volle Läger, kalte Witterung und geschlossene Gastronomie sorgten laut Deutschem Brauer-Bund für ein historisches Absatzminus bei Bier von insgesamt 27 Prozent. Auch die Ausfuhren in Drittländer – im vergangenen Jahr noch Stütze des Bierabsatzes - stürzten wieder ab.

Das Gastgewerbe in Deutschland setzte im Jahr 2020 real (preisbereinigt) 39,0 Prozent weniger um als im Jahr 2019. Der Umsatz lag damit real (kalender- und saisonbereinigt) 72,0 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Wie der Bayerische Brauerbund mitteilt, spiegeln die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Absatzzahlen des vergangenen Jahres nicht im Geringsten die aktuelle Situation in der Branche wider. Entscheidend seien die enormen Absatzverschiebungen innerhalb des Biermarktes, die viele Brauereien in nackte Existenznot bringen.