Giuliano Genoni (Bildmitte) ist der siebte Weltmeister der Biersommeliers. (Foto: Doemens)
Giuliano Genoni (Bildmitte) ist der siebte Weltmeister der Biersommeliers. (Foto: Doemens)

Weltmeister der Biersommeliers kommt aus der Schweiz

Giuliano Genoni aus der Schweiz wurde am 11. September 2022 im Vorfeld der internationalen Getränkemesse Drinktec auf dem Münchner Messegelände aufgrund seiner herausragenden Bühnenpräsenz, aber auch durch seine theoretischen und sensorischen Fertigkeiten zum siebten Weltmeister der Biersommeliers gekürt. Dies meldet die Doemens Akademie aus Gräfelfing bei München, dem Austragungsort des Wettbewerbes.

Genoni setzte sich bei der seit 2009 alle zwei Jahre ausgetragenen Weltmeisterschaft gegen 81 weitere Teilnehmenden aus 18 Nationen (u. a. Brasilien, Kanada, Südkorea, Italien, Schweiz, Österreich) durch.

International besetzte Fachjury beurteilt die Finalistinnen und Finalisten

In den beiden ersten Runden, die zuvor bei Doemens stattfanden, mussten aus je zehn Gläsern bestimmte Bierflavours und Bierstile erkannt und bestimmt werden sowie ein Wissenstest bestanden werden. Die besten acht Teilnehmenden aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Portugal und den Niederlanden qualifizierten sich für das Finale. Eine Fachjury, bestehend aus Expertinnen und Experten der internationalen Brau- und Biersommelierszene, beurteilte im Finale die Fähigkeiten der besten Acht. Als Bewertungsgrundlage dienten die sensorische Beurteilung des Bieres, das Hintergrundwissen zum Bier, das Aufzeigen eines passenden Food-Pairings sowie die Performance auf der Bühne.

Allen Finalistinnen und Finalisten wurde ein verdecktes Bier aus einer Auswahl international bekannter Biere zugelost. Die Kunst war es, die Informationen über das zugeteilte Bier innerhalb von 5 Minuten vorzutragen und die Botschaften in einem roten Faden kompetent zu vermitteln. Am Ende gelang es Giuliano Genoni am besten, die Jury von seinem umfassenden Wissen über das Paulaner Salvator mit entsprechender Präsentationskunst und Emotion zu überzeugen.

Zunehmende Leistungsdichte in der Endrunde

Dr. Michael Zepf, Organisator und Verantwortlicher der Weltmeisterschaft der Biersommeliers, zeigt sich beeindruckt von den Leistungen in der Endrunde: „Die Präsentationen der Finalistinnen und Finalisten ist Beleg für das durchgehend hohe Qualitätslevel. Die intensiven, monatelangen Vorbereitungen der Teilnehmenden haben sich wieder einmal ausgezahlt,“ sagt der Leiter der Doemens Genussakademie. Es sei zu erwarten, dass bei der nächsten Weltmeisterschaft die Internationalität und mit ihr auch die Leistungsdichte des Wettbewerbs weiter zunehmen würde.

Zuletzt bedankte sich Dr. Zepf bei den beiden Hauptsponsoren Drinktec (Messe München) und Barth Haas sowie den Co-Sponsoren Siemens, Rastal, dem Verband der Brauereien Österreichs, dem Schweizer Brauerei-Verband, dem Forum Bier (Deutscher Brauer-Bund) und dem Bayerischen Brauerbund. //ok

GZ 20/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Dr. Matthias Schu

Dr. Matthias Schu ist E-Food-Experte und geht im Gastkommentar dem Thema D2C auf den Grund. Vor allem die digital wendigen Start-ups und junge Unternehmen tun sich leichter, also alteingesessene Marken und Konzerne. Was kann der stationäre Handel von erfolgreichen D2C-Brands lernen?

Titelthema: Direct to Customer

Direct to Consumer ist gegenwärtig der wichtigste Vertriebstrend. Doch nicht nur die Hersteller gewinnen an neuen Erkenntnissen und verbessern ihre Margen. Auch der stationäre Handel  profitiert.

Aktuelles Interview: Claus Hollinger

"Neue Maßstäbe in der Getränkelogistik" will Claus Hollinger, Vorstand der Edeka Südbayern, mit der Ausweitung des Trinkgut-Konzeptes setzen. Den Start der groß angelegten Getränke-Offensive markierte im September der erste südbayerische Trinkgut-Markt in Ingolstadt.