Die Sieger der 5. Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers: v.l. Christian Küppers (2. Platz), Michael Friedrich (1. Platz) und Mareike Hasenbeck (3. Platz). Foto: Doemens
Die Sieger der 5. Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers: v.l. Christian Küppers (2. Platz), Michael Friedrich (1. Platz) und Mareike Hasenbeck (3. Platz). Foto: Doemens

Michael Friedrich ist bester deutscher Biersommelier

Es war ein spannendes Finale mit einem engen Finish. Am Ende konnte sich Michael Friedrich aus Chemnitz durchsetzen und wird Nachfolger des amtierenden Deutschen Meister der Biersommeliers Dr. Markus Fohr, der 2018 die Trophäe in Nürnberg holte. Auf Platz zwei und drei folgen Christian Küppers (Aachen) und Mareike Hasenbeck (Aying).

Der neue Deutsche Meister ist Diplom-Braumeister, Biersommelier und Geschäftsführer der Stonewood Braumanufaktur. Michael Friedrich kam über zwei Vorentscheide und einer K.-o.-Runde ins Finale. Dort präsentierte er vor der Fachjury bestehend aus Alicia Muñoz Insa (Hopfenhändler BarthHaas), Julia Bär (Doemens Academy) und Nicola Buchner (Verband der Diplom Biersommeliers) innerhalb von fünf Minuten den Kulmbacher Eisbock. Nach der Entscheidung war die Freude groß: „Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich mich gegen diese starke Konkurrenz durchgesetzt habe“, freut sich Michael Friedrich, der 2019 bei WM in Rimini den dritten Platz belegt hatte.

„Die extreme Leistungsdichte zeichnete sich bereits in den Vorrunden ab, im Halbfinale und im Finale machten nur Nuancen den Unterschied“, betont Dr. Michael Zepf, Leiter der Doemens Genussakademie und verantwortlich für die Organisation und Durchführung der Meisterschaft. „Alle Teilnehmer waren perfekt vorbereitet und überzeugten durch fundiertes Fachwissen. Auch die Präsentationen liefen auf einem sehr hohen Level ab.“

Die 5. Deutsche Meisterschaft fand in der Doemens Academy in Gräfelfing statt. Es konnten alle zertifizierten Biersommelièren und Biersommeliers teilnehmen. Der Wettbewerb umfasst das Erkennen von Bierstilen und Fehlaromen sowie einen Multiple-Choice-Test. Im Halbfinale mussten die Qualifikanten zugeloste und unbekannte Biere vor Publikum beschreiben. Im Finale wurde ebenfalls ein Bier zugelost.

„Die Deutsche Meisterschaft ist geprägt von einer freundschaftlichen Atmosphäre. Allen Teilnehmer eint die Liebe zum Bier“, sagt Christoph Kämpf, Präsident des Verbands der Diplom Biersommeliers, der ideeller Unterstützer des von der Doemens Akademie veranstalteten Wettbewerbs ist.

Die zehn besten Biersommeliers der Deutschen Meisterschaft erhalten die Berechtigung, Deutschland am 11. September 2022 bei der siebten Weltmeisterschaft der Biersommeliers im Rahmen der drinktec in München zu vertreten. Qualifiziert haben sich: Philipp Ketterer (Hornberg), Thomas Pilawa (Hallertau), Michael Friedrich (Deutscher Meister 2021 aus Chemnitz), Madeline Huke (Gelsenkirchen), Mareike Hasenbeck (Aying), Max Marner (Hamburg), Florian Bauer (Berlin), Christian Küppers (Aachen), Bastian Leikeim (Altenburg), Ralf Gebhardt (Hamburg).

 

Ausgabe 1/22

Cover Meiningers CRAFT 1/22 (Foto: Ben Fuchs Photography)

Themen der Ausgabe

TITEL_BERLINER BERG

Gesucht und gefunden: Sie treten an mit dem Prinzip „Tradition. Neugebraut“. Wollen nicht etwa das verrückteste Craftbier brauen, sondern das Pils für Berlin. Sie wollen eine Lücke schließen im Markt der Hauptstadt, ein Bindeglied sein zwischen zwei Welten. Im Mai 2021 haben Berliner Berg nach einigen Jahren der Suche ihre eigene Brauerei in Neukölln eröffnet.

TREND_HARD SELTZER

Happy Water: Vegan, wenig Alkohol und kaum Kalorien: Hard Seltzer heißt das neue Trendgetränk, das sich nach dem Hype in den USA jetzt in Deutschland etabliert. Auch hiesige Brauer sehen großes Potenzial in dieser neuen Kategorie und bescheren dem Markt vielversprechende Produkte

MARKEN_UNION BRAUEREI_UPDATE

Bremen in Wallung: Corona zum Trotz setzt die Union Brauerei auf Wachstum, will im Herbst 2022 einen weiteren Braubetrieb nebst Gastronomie in Bremen Hemelingen eröffnen – und die Brauhistorie der Hansestadt noch erlebbarer machen. Trotz Expansion wird sich die Brauerei weiterhin auf den lokalen Markt konzentrieren: „Hier gibt es für uns genug Potenzial."