Die Warsteiner Gruppe hat nicht nur die erfolgreich die Corona-Krise hinter sich gelassen, sondern auch die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges bewältigt (Foto: Warsteiner)
Die Warsteiner Gruppe hat nicht nur die erfolgreich die Corona-Krise hinter sich gelassen, sondern auch die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges bewältigt (Foto: Warsteiner)

Warsteiner wächst auf allen Kanälen und Märkten

Die Warsteiner Gruppe schließt das Jahr 2022 eigenen Angaben zufolge "äußerst positiv" ab. Insgesamt sei der Absatz um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit diesem deutlichen Plus habe sich das Geschäft der inhabergeführten Privatbrauerei sogar wesentlich stärker als der Markt entwickelt, der deutschlandweit zuletzt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 4,7 Prozent gewachsen sei, heißt es aus dem Sauerland.

Besonders erfreulich aus Sicht des Unternehmens: Im Handel habe die Marke Warsteiner ihren Marktanteil ausbauen können, während das Geschäft hierzulande branchenweit um 4,6 Prozent geschrumpft sei laut Marktforschung Nielsen. Gut entwickelt habe sich zudem der Gastronomiebereich des Familienunternehmens. Nicht nur die Zahl der Gastronomiepartner sei im vergangenen Jahr gewachsen. Auch der Bierabsatz sei in dieser Sparte überproportional gestiegen.

Starkes Wachstum im Inland

„Wir konnten sowohl in der Gastronomie als auch im Handel trotz verschiedenen wirtschaftlichen schwierigen Umständen deutlich zulegen. Das belegt, welches Potenzial in der Marke Warsteiner steckt", sagt Helmut Hörz, CEO & CFO sowie Vorsitzender der Geschäftsführung der Warsteiner Gruppe. Im Inland sei laut Brauerei der Absatz sogar um 9,9 Prozent gestiegen. Vor allem die alkoholhaltigen Sorten – Warsteiner Premium Pilsener, Warsteiner Herb und Brewers Gold – hätten zulegen können. Hier sei der Absatz gegenüber dem Vorjahr um knapp 11 Prozent gewachsen. Auch die Nachfrage nach Warsteiner in der Dose habe mit 12,5 Prozent deutlich zugenommen. Dosenbier sei derzeit wieder sehr gefragt und erlebe ein Comeback. Der Erfolg von Warsteiner sei nach Unternehmensangaben aber auch Folge der starken Präsenz auf Veranstaltungen. So sponserte das Unternehmen im vergangenen Jahr u. a. Musikfestivals wie Rock am Ring, Rock im Park sowie Parookaville und Lollapalooza. Ebenso war Warsteiner auf zahlreichen Schützenfesten aktiv.

Starkes Wachstum im Ausland

Auch das Geschäft im Ausland sei erneut sehr stark gewachsen, heißt es seitens der Brauerei. Nachdem der Export schon im Jahr 2021 zugelegt hätte, konnte nun erneut ein Absatzplus verzeichnet werden: 7,2 Prozent plus gegenüber dem Vorjahr. Geprägt worden sei diese Entwicklung durch eine stark steigende Nachfrage in den Märkten China, Frankreich, Italien und USA. Damit hätte auch der vollständige Wegfall des Geschäfts mit den Ländern Russland und Ukraine mehr als kompensiert werden können. „Mit unserer Geschäftsentwicklung im In- und Ausland können wir sehr zufrieden sein“, sagt Helmut Hörz. „Darauf werden wir in den kommenden Monaten aufbauen. Wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen in die Wege geleitet, mit denen wir an diesen Erfolg anknüpfen werden.“ Dazu zählten beispielsweise die kürzlich gegründete Einkaufsgesellschaft mit dem Karlsberg Getränke Verbund sowie die Gründung der eigenen Logistiktochter BOXX Intermodal Logistics, eine Beteiligung an der irischen Rye River Brewing Company und dem deutschen Getränke-Start-up hye sowie weitere Investitionen in die Marke Warsteiner.

Unterstrichen werde diese erfolgreiche Jahresbilanz von der positiven Entwicklung weiterer Biere aus der Warsteiner Gruppe. So habe sich die Markteinführung der Hellbiermarke Oberbräu als voller Erfolg erwiesen; der Absatz habe die Planzahlen deutlich übertroffen. Auch die Regionalmarken Herforder und Paderborner hätten deutlich steigende Absatzzahlen aufweisen können. Die Biere der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg hätten sogar die höchsten Steigerungsraten seit Jahren verzeichnen können, freut sich die Unternehmensgruppe. //pip

GZ 01-02/23

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"Inflation von 7 Prozent": Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft prognostiziert, dass die Energiepreise die Inflation in Deutschland nach wie vor treiben und die Inflation auch im Jahr 2023 weiter hoch bleiben wird. Aber es gibt berechtigte Hoffnung laut Hüther: Trotz der erhöhten Preise scheint die Nachfrage nach Lebensmitteln
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Gevotet, gewichtet, gewonnen: Wie in jedem Jahr hat die GETRÄNKE ZEITUNG ihre große Handelsumfrage gestartet, bei der im Jahr 2022 erneut alle Händler vom Einkaufsring der Deutschen Getränkemärkte, von der Gefako/Gedig sowie von Team Beverage die besten Neuheiten und Marken des Jahres anhand ihrer Absatzstatistiken gewählt haben. In Summe beteiligten sich rund 4.500 Getränkefachmärkte an der Erhebung.