Gerade durch den Erfolg ihrer Hellbier-Marken habe Paulaner ihre Position als Nummer Zwei im Markt deutlich ausbauen können. (Foto: Paulaner Brauerei Gruppe)
Gerade durch den Erfolg ihrer Hellbier-Marken habe Paulaner ihre Position als Nummer Zwei im Markt deutlich ausbauen können. (Foto: Paulaner Brauerei Gruppe)

Schörghuber und Paulaner im Plus

Wie die Schörghuber Unternehmensgruppe mitteilt, hat sie nach ihren zuletzt verfehlten Zielmarken ihren Umsatz (ohne die at Equity bilanzierte Paulaner Brauerei Gruppe) im Geschäftsjahr 2021 von 553,6 auf 607,5 Millionen Euro gesteigert. Der Gewinn vor Steuern (EBIT) machte einen großen Satz von 9,2 im Vorjahr auf nun 279,4 Millionen Euro. Infolge der Wertzu­schreibung auf seinen Immobilienbestand habe sich das Eigenkapital des Konzerns um 8,7 Prozent auf 2.154,7 Millionen Euro und die Bilanz­summe um 9,0 Prozent auf 4.604,3 Millionen Euro gesteigert.

„Wir sind stolz, dass trotz eines weiterhin sehr herausfordernden Marktumfeldes die bereits zu Beginn der Pandemie von uns umgesetzten Maßnahmen Wirkung gezeigt haben. So können wir nun aus einer Position der Stärke heraus im Markt agieren und uns weiterentwickeln“ sagt Nico Nusmeier, Vorsitzender des Vorstandes. Co-CEO Florian Schörghuber fügt hinzu: „Einmal mehr hat sich unsere diversifizierte Struktur mit den vier Säulen Bauen & Immobilien, Getränke, Hotel und Seafood als resilient auch in turbulenten Zeiten erwiesen. Mit unserer neuen, fokussierten Holdingstruktur, an deren Implementierung wir aktuell arbeiten, werden wir künftig noch schneller und flexibler auf die Erfordernisse eines sich immer rasanter wandelnden Marktumfeldes reagieren können.“

Paulaner legt bei Absatz und Umsatz zu

Der Umsatz der Paulaner Brauerei Gruppe, an der 70 Prozent Schörghuber und 30 Prozent Heineken hält, wuchs auf 669,4 Millionen Euro (+0,28 %) an. Auch das operative Ergebnis kletterte von 16,7 auf 29,9 Millionen Euro. Das Absatzvolumen (inklusive alkohol­freier Erfrischungsgetränke und Handelsware) legte um 6,2 Prozent auf 8,372 Millionen Hektoliter zu, der Bierabsatz um 4,1 Prozent auf 5,887 Millionen Hektoliter. Dies sei vor allem auf eine deutliche Erholung der Exportmärkte zurückzuführen. Während sich der Ausfuhrumsatz im deutschen Gesamtmarkt um 4,0 Prozent erholt habe, habe Paulaner ihren Export um 18,6 Prozent auf 1,3 Millionen Hektoliter gesteigert.

Paulaner hält dabei eine hundertprozentige Beteiligung an der Fürstlich Fürstenbergische Brauerei, der Privatbrauerei Hoepfner und der Privat-Brauerei Schmucker sowie 63,8 Prozent an der börsennotierten Kulmbacher Brauerei AG.

Neben der Dachmarke Paulaner, die auf 2,200 Millionen Hektoliter (+6,0 %) anwuchs, legte Mönchshof auf 1,241 Millionen Hektoliter (+5,7 %) zu, Hacker-Pschorr auf 471.000 Hektoliter (+5,4 %). Besonders positiv habe sich die Hellbier-Marke Chiemseer entwickeln können, die um 23,3 Prozent auf 278.000 Hektoliter habe anwachsen können. Durch den Erfolg ihrer Hellbiere der Marken Auerbräu, Chiemseer, Fürstenberg, Hacker-Pschorr, Mönchshof und Paulaner habe die Gruppe mit einem Absatzplus von 32,5 Prozent bundesweit ihre Position als Nummer Zwei im Markt deutlich ausbauen können.

Erfreulich hätten sich auch die alkoholfreien Erfrischungsgetränke entwickelt, deren Absatz um 20,6 Prozent auf 1,6 Millionen Hektoliter zulegte. Größter Treiber sei mit einem Zuwachs von satten 35,7 Prozent Paulaner Spezi gewesen. //chs

Schlagworte

GZ 20/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Dr. Matthias Schu

Dr. Matthias Schu ist E-Food-Experte und geht im Gastkommentar dem Thema D2C auf den Grund. Vor allem die digital wendigen Start-ups und junge Unternehmen tun sich leichter, also alteingesessene Marken und Konzerne. Was kann der stationäre Handel von erfolgreichen D2C-Brands lernen?

Titelthema: Direct to Consumer

Direct to Consumer ist gegenwärtig der wichtigste Vertriebstrend. Doch nicht nur die Hersteller gewinnen an neuen Erkenntnissen und verbessern ihre Margen. Auch der stationäre Handel  profitiert.

Aktuelles Interview: Claus Hollinger

"Neue Maßstäbe in der Getränkelogistik" will Claus Hollinger, Vorstand der Edeka Südbayern, mit der Ausweitung des Trinkgut-Konzeptes setzen. Den Start der groß angelegten Getränke-Offensive markierte im September der erste südbayerische Trinkgut-Markt in Ingolstadt.