Onkel Christian übernimmt nach nur 1,5 Jahren seinen Neffen Colin an der Spitze der Familienbrauerei Dinkelacker ab. (Fotos: Dinkelacker)
Onkel Christian übernimmt nach nur 1,5 Jahren seinen Neffen Colin an der Spitze der Familienbrauerei Dinkelacker ab. (Fotos: Dinkelacker)

Privatbrauerei Dinkelacker: Onkel löst Neffe ab

Colin Dinkelacker, der im September 2020 als Geschäftsführer Marketing, Vertrieb und Verwaltung in der Familienbrauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu gestartet ist, wird das Unternehmen im 2. Quartal 2022 verlassen.

Dinkelacker, der bereits vor der Corona-Krise die strategischen Weichen für das Unternehmen neu gestellt haben soll, sei nach Unternehmensangaben mit dem Ergebnis dieser Umstrukturierung zufrieden. Seine berufliche Zukunft sehe er allerdings nicht in der Unternehmensführung des Familienunternehmens. Nun soll sein Onkel Christian Dinkelacker die Leitung des Geschäftsbereiches übernehmen.

Der Betriebswirt Colin Dinkelacker, Ur-Urenkel des Firmengründers, trat laut Brauerei sein Amt bei Dinkelacker-Schwaben Bräu mit der "Erarbeitung eines strategischen Transformationsprogramms" an. Bereits vor der Corona-Krise sei es das Ziel gewesen, das Unternehmen unabhängiger von dem seit Jahren rückläufigen Biermarkt zu machen und die Brauerei wettbewerbsfähiger aufzustellen. Unter anderem sollte sich das Unternehmen auf zwei der bislang acht angebotenen Biermarken in der Vermarktung fokussieren. In diesem Zuge sei auch das bereits stark reduzierte Lohnbraugeschäft größtenteils eingestellt worden. Außerdem erfolgte eine Umstrukturierung der Vertriebsbereiche.

Colin Dinkelacker  werde nach Unternehmensangaben nach circa 1,5 Jahren die Familienbrauerei verlassen. Der Betriebswirt möchte sich neuen beruflichen Herausforderungen widmen, wie es heißt. „Wir haben in kurzer Zeit sehr viel bewegt. Ziel war es immer, das Unternehmen in einer wichtigen Übergangsphase zu begleiten, um es für die Zukunft richtig aufzustellen. Ich selbst möchte mich aber auch noch in anderen Bereichen und Branchen weiterentwickeln. Auch gibt es private Pläne, die ich immer schon umsetzen wollte. Dem Unternehmen werde ich auch weiterhin verbunden bleiben.“

Onkel Christian Dinkelacker, bislang Beiratsvorsitzender und Gesellschafter, soll nun die Leitung der Bereiche Vertrieb, Marketing und Verwaltung übernehmen „Vor allem bedanke ich mich bei meinem Neffen für die großartige Arbeit in einer herausfordernden Zeit. Die nächsten Monate werden wir die Aufgaben übergeben, bevor Colin das Unternehmen im 2. Quartal verlässt. Danach geht es vor allem darum, die Strategie weiter voranzutreiben.“ //pip

Schlagworte

GZ 10/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 10/2022 (Foto: Krombacher)

Themen der Ausgabe

GZ-Gespräch mit Krombacher

Uwe Riehs, Geschäftsführer Marketing Krombacher, führt das Unternehmen seit 14 Jahren erfolgreich durch die Zeit. Seine Nachfolge im Juni 2023 sei geregelt, sagt er im GZ-Gespräch.

Gastkommentar von Sven Wedig

Sven Wedig, CEO & Founder der Agentur Vollpension Medien, sagt: "Für Influencer mit einer großen Reichweite und der richtigen Idee für ein kultiges Getränk ist das Glas definitiv nicht nur halbvoll, sondern kurz vorm Überlaufen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert einfach, wie beispielsweise die Erfolge von Capital Bra („BraTee“) oder Shirin David („DirTea“) zeigen. Der neuste Trend: Vitaminwasser."

Titelthema: Vitaminwässer

"Mit Einfluss auf Kundenfang": Erneut versuchen verschiedene Hersteller, Vitaminwässer am Markt zu positionieren. Warum es dieses Mal gelingen könnte.