Der Großteil der getesteten Pilsbiere erhielt wie Wertung „sehr gut“ oder „gut“. (Foto: akf - Adobe.Stock.com)
Der Großteil der getesteten Pilsbiere erhielt wie Wertung „sehr gut“ oder „gut“. (Foto: akf - Adobe.Stock.com)

Öko-Test lobt Pils

Öko-Test hat in seiner aktuellen Ausgabe 6/2022 insgesamt 50 Pilsbiere getestet, darunter bekannte nationale Marken, regionale Artikel sowie Bio-Biere. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte, nämlich 28 Produkte, wurden als „sehr gut“ bewertet, 17 als „gut“. Drei Biere erhielten die Wertung „befriedigend“, lediglich ein Produkt war „mangelhaft“, eines „ungenügend“.  

Die Biere wurden sowohl im Labor analysiert als auch sensorisch auf den Prüfstand gestellt. Getestet wurden die Biere auf Verkeimung durch Schimmelpilze, bierschädliche Bakterien sowie Rückstände von Glyphosat. Miteinbezogen wurde neben dem Geschmack zudem der Stammwürzegehalt, die Bittereinheiten und die Haltbarkeit des Schaumes. Auch der Alkoholgehalt wurde überprüft und mit dem angegeben Wert auf dem Etikett verglichen. Als Messlatte galt die Stilbeschreibung des Verbands Private Brauereien. Auch die Verpackung  nahm Öko-Test unter die Lupe und untersuchte Bügelverschlüsse auf Blei und Kronkorken sowie Etiketten auf Rückstände von umweltproblematischen Verbindungen wie PVC. Für Gebinde aus Kunststoff wurde von den Herstellern ein Nachweis über die Höhe des eingesetzten Rezyklatanteil erbeten.

Das als ungenügend bewertete Bier fiel aufgrund von Pediokokken durch, die zu den Milchsäurebakterien zählen und zwar für den Menschen nicht schädlich sind, das Bier jedoch geschmacklich völlig verderben. Das mangelhafte Produkt erhielt Abzug aufgrund von sensorischen Defiziten sowie einem geringen Rezyklatanteil in der Verpackung. Die „befriedigenden Biere“ erhielten aufgrund von Fehlnoten im Geschmack Abwertungen. //chs

Schlagworte

GZ 13/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 13/2022 (Foto: Marco Kleebauer)

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Michel Pepa

Michel Pepa, Deutschland-Chef von Anheuser-Busch InBev, freut sich auf die Veranstaltungssaison: Er betrachtet Bier als das originäre soziale Netzwerk, das integraler Bestandteil der Festivals hierzulande sei. 

Aktuelles Interview: Pia Kollmar

Gerade erst hat die Oettinger Brauerei angekündigt, ihren Standort Gotha bis zum Jahresende teilweise zu schließen. Pia Kollmar, Gesellschafterin und Geschäftsführerin von Oettinger, begründet die Entscheidung in unserem aktuellen Interview und führt aus, welche Folgen daraus auf die Gebinde-Politik und das geplante Wachstum entstehen. 

Titelthema: Festivals

Hier spielt die Musik: Festivals sind für Hersteller eine gute Möglichkeit, ihre Marken und Produkte emotional aufzuladen - und um neue Zielgruppen zu erschließen.