Markus Stodden ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich bei Kulmbacher Brauerei tätig. (Foto: Kulmbach)
Markus Stodden ist seit mehr als 20 Jahren erfolgreich bei Kulmbacher Brauerei tätig. (Foto: Kulmbach)

Markus Stodden feiert sein 60. Lebensjahr

Markus Stodden, Vorstandssprecher der Kulmbacher Brauerei AG, ist am 5. Oktober 60 Jahre alt geworden. Seit 2001 ist er für Marketing und Vertrieb bei der Kulmbacher Brauerei AG verantwortlich.

Unter seiner Leitung erfolgten Brauereizukäufe, es wurden moderne Strukturen und Prozesse implementiert sowie die Marke Mönchshof zur nationalen Biermarke ausgebaut. Die Kulmbacher Brauerei wuchs zudem zu einer der bedeutendsten Spezialitäten-Brauerei in Deutschland heran.

Markus Stodden hat die Kulmbacher Brauerei  sowohl in guten wie auch in unwägbaren Zeiten nach Einschätzung von Branchenkennern "erfolgreich geführt und weiterentwickelt". Dabei sei es der Wein und nicht das Bier gewesen, was ihm quasi in die Wiege gelegt worden sei, wie Kenner zu berichten wissen. Denn Markus Stodden wurde am 5. Oktober 1962 in dem Weinort Rech an der Ahr geboren. Er kam als Sohn eines Winzers auf die Welt und arbeitete von klein auf dem Weingut. „Recht schnell fand ich heraus, dass meine Stärken im Verkauf lagen“, erinnert sich Stodden.

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft in Nürnberg begann Stodden 20 seine Karriere 1990 bei Apollinaris und Schweppes in Bad Neuenahr und Hamburg. Nach verschiedenen Stationen im Bereich Marketing und Vertrieb zog es ihn 1995 nach Bingen am Rhein. Bei A. Racke (Wein und Spirituosen) besetzte Stodden bis 2001 unter anderem die Position des Vertriebsdirektors.

Durch seine langjährige Erfahrung in der Getränke-Branche und sein hervorragendes Fachwissen sei er der ideale Kandidat für die Vorstandsposition in Kulmbach gewesen, wie es aus internen Unternehmenskreisen heißt. Bei seinem Vorstellungsgespräch entflammte bei ihm nach eigenen Angaben nicht nur die Begeisterung für die Kulmbacher Brautradition und Bierkultur, er verliebte sich auch in die Stadt, die sofort zu seiner neuen Heimat wurde. „In Kulmbach fühlten wir uns von Anfang an herzlich aufgenommen. Deshalb sind meine Frau und ich auch direkt hierhergezogen“, sagt Stodden.

So kam es, dass er im November 2001 in den Vorstand der Kulmbacher Brauerei AG, zunächst als Vorstand Marketing und Vertrieb, berufen wurde. Mit 39 Jahren galt er damals als einer der jüngsten Top-Manager der Braubranche. Im Januar 2013 übernahm er auch die Funktion des Vorstandsprechers. „Was mich von Anfang an begeisterte, war, dass die Bier- und AfG-Branche eine sehr persönliche Branche mit vielen Emotionen und zwischenmenschlichen Tönen ist”, sagt Stodden.

Seine Erfahrungen, die er zuvor in den anderen Unternehmen sammeln durfte, brachte er in die Kulmbacher Brauerei ein. „Wir haben in den ersten Jahren sehr viel umstrukturiert, neue Prozesse eingeführt, IT-Standards verändert und damit die Brauerei auf einen modernen Organisationsstand gebracht”, erinnert sich Stodden. „Im Markenportfolio sind damals die Weichen neu gestellt und zum Beispiel die Marke Mönchshof als Bierspezialität positioniert worden.“ Ein Schachzug, der sich gelohnt hat: Lag der Absatz 2001 noch bei rund 200.000 Hektolitern, ist er heute bei 1,25 Millionen Hektolitern. Mönchshof gehört damit zu den Top 12 Marken in Deutschland.
Neben der Würzburger Hofbräu, kamen die Scherdel Brauerei aus Hof und die Kitzmann-Biere aus Erlangen hinzu. Die Kulmbacher Brauerei hat sich in den letzten Jahren laut Branchenkennern zur bedeutendsten Spezialitäten-Brauerei-Gruppe in Süddeutschland entwickelt.

Auf die Frage, wie Markus Stodden seine Erfolge und die Zukunft sieht, antwortet er: „Passt scho‘ - wie der Kulmbacher zu sagen pflegt. Seinen 60. Geburtstag hat Markus Stodden am 5. Oktober im kleinen Kreise der Familie gefeiert. //pip

GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.