Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie hat auch ein zweiwöchiger Ausfall einer Flaschenabfülllinie im Mai die Umsatzentwicklung beeinträchtigt. (Foto: Karlsberg Brauerei)
Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie hat auch ein zweiwöchiger Ausfall einer Flaschenabfülllinie im Mai die Umsatzentwicklung beeinträchtigt. (Foto: Karlsberg Brauerei)

Karlsberg schließt mit Umsatzminus ab

Wie die Karlsberg Brauerei in ihrem Jahresabschluss bekanntgibt, ging ihr Bruttoumsatz (vor Abzug von Erlösschmälerungen und Verbrauchsteuern) im Geschäftsjahr 2021 um 5,1 Millionen auf 144,9 Millionen Euro zurück. Die Umsatzentwicklung sei neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auch durch einen zweiwöchigen Ausfall einer Flaschenabfülllinie im Mai beeinträchtigt worden.

Das EBITDA liege mit 18,5 Millionen Euro aufgrund erhöhter Aufwendungen für Marketing und Vertrieb und deutlich reduzierter sonstiger betrieblicher Erträge unter dem Vorjahresniveau (2020: 21,3 Millionen Euro).

Die Getränkeumsätze im Inland seien um 1,8 Millionen auf insgesamt 110,4 Millionen Euro zurückgegangen. Den lockdownbedingten Verlusten im Gastronomiesektor stünde eine vergleichsweise stabile Entwicklung im Handel gegenüber. Im Ausland konnten mit 27,9 Millionen gar 4,0 Millionen Euro weniger Umsatz mit Getränken generiert werden. Die sonstigen Umsatzerlöse betrugen 6,6 Millionen Euro, ein Zuwachs von 0,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Umsatzstärkste Marke bleibe für das Unternehmen die Biermix-Marke Mixery. „Deutliches Wachstum“ habe die exklusiv in Deutschland vertriebene Limonade Bundaberg verzeichnen können. Um die Entwicklung der im Fokus stehenden Marken im nationalen Lebensmitteleinzelhandel weiter zu fördern, habe die Brauerei ihr Vertriebsteam erneut vergrößert.

Mit einer neuen modernen Fassabfüllanlage habe das Unternehmen zudem in das Gastronomie-Geschäft investiert und einen deutlichen Beitrag zu ökologischen Zielen in Hinblick auf die Reduzierung des CO2- und Wasserbrauchs geleistet.

Markus Meyer, Geschäftsführer der Karlsberg Brauerei, erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen moderaten Umsatzanstieg. Bei gleichzeitig erhöhten Aufwendungen für Marketing sowie Vertrieb und deutlich reduzierten sonstigen betrieblichen Erträgen werde davon ausgegangen, dass das adjustierte EBITDA moderat über dem des abgelaufenen Jahres liegen werde. //chs

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GZ 10/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 10/2022 (Foto: Krombacher)

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