Christian Weber, Generalbevollmächtigter der Karlsberg Brauerei (Foto: Karlsberg)
Christian Weber, Generalbevollmächtigter der Karlsberg Brauerei (Foto: Karlsberg)

Karlsberg meldet Umsatzrückgang

Die Karlsberg Brauerei hat ihren Jahresabschluss 2020 vorgelegt. Demnach sei der Umsatz des Unternehmens nach Abzug von Verbraucher- und Biersteuern um 12,9 Millionen auf 112,9 Millionen Euro zurückgegangen. Das Ergebnis sei durch Kosteneinsparungen und erhöhte sonstige Erträge im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten worden.

Durch die erneut verbesserte Rohertragsmarge, frühzeitige und konsequente Kosteneinsparungen sowie Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sei trotz der Umsatzverluste ein adjustiertes Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (adj. EBITDA) in Höhe von 21,3 Millionen Euro (Vorjahr: 19,7 Mio. Euro) und ein adjustiertes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (adj. EBIT) in Höhe von 12,5 Millionen Euro (Vorjahr: 10,2 Mio. Euro) erreicht worden. Dementsprechend sei die operative Ertragskraft mit verbesserter adj. EBITDA-Marge von 18,9 Prozent (Vorjahr: 15,7 Prozent) sowie adj. EBIT-Marge von 11,1 Prozent (Vorjahr: 8,1 Prozent) trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen abermals erhöht worden.

Das Fassbiergeschäft sei zurückgegangen, die Markenumsätze in Lebensmitteleinzelhandel und Getränkefachmärkten seien hingegen gewachsen. Mixery habe mit einer mengen- und wertmäßigen Steigerung punkten und seine Position als nationaler Marktführer im Markt der Biermischgetränke entsprechend behaupten können. Auch die Marktführerschaft mit Karlsberg Urpils habe im Kernabsatzgebiet Saarland durch die positive Entwicklung im Handel weiter ausgebaut werden können. Die Integration der Marke Gründel’s unter das Karlsberg-Dach, die Einführung von Karlsberg Grapefruit alkoholfrei sowie die Erweiterung des Limonaden-Segments hätten der Dachmarke weitere Impulse verschafft.

„Die Herausforderungen im Jahr 2020 haben wir insgesamt als Team gut gemeistert“, ist Christian Weber, Generalbevollmächtigter der Karlsberg Brauerei, überzeugt. „Wir sehen unsere Fähigkeit der Weiterentwicklung und unsere Veränderungsbereitschaft als wesentliche Wettbewerbsvorteile. Insbesondere die solide Entwicklung unserer Marken 2/2 bestätigt uns in unserer Ausrichtung auf das Markengeschäft und unterstreicht die Krisenfestigkeit unseres Geschäftsmodells.“ Geschäftsführer Markus Meyer erwartet für das Geschäftsjahr 2021 einen moderaten Umsatzanstieg. Bei gleichzeitig erhöhten Aufwendungen für Marketing sowie Vertrieb und deutlich reduzierten sonstigen betrieblichen Erträgen werde davon ausgegangen, dass das adjustierte EBITDA moderat unter dem des abgelaufenen Jahres liegen wird. // chs

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