Vor allem fehlender Regen hat es dem Hopfen 2018 schwer gemacht: Foto: Deutscher Brauer-Bund
Vor allem fehlender Regen hat es dem Hopfen 2018 schwer gemacht: Foto: Deutscher Brauer-Bund

Hitze setzt Hopfen zu

Aus aktuellen Hochrechnungen ergibt sich für 2018 eine Welternte von rund 114.400 Tonnen Hopfen und rund 10.700 Tonnen Alphasäure. Laut Angaben des Deutschen Hopfenwirtschaftsverbandes fehlen damit zu einer Durchschnittsernte rund 1.000 Tonnen Alphasäure. Ursächlich seien die teils extremen Witterungsbedingungen mit einer durch ein sehr warmes Frühjahr erzeugten frühen Blüte und später deutlich fehlenden Niederschlägen. Als unter diesen Bedingungen „noch zufriedenstellend“ bewertet Peter Hintermeier, erster Vorsitzender des Hopfenwirtschaftsverbandes, die Erträge der deutschen Hopfenbauer von 41.600 Tonnen. Allerdings enttäuschten dabei die Alphawerte, die bei allen Sorten weit unter dem langjährigen Durchschnitt lägen. Mit Blick auf Europa sei Tschechien von einem Ernteminus von 40 Prozent betroffen und könne Polen fast durchschnittliche Ergebnisse erzielen. Eine positive Ausnahme stelle Slowenien dar. Global gesehen, verzeichnen die USA in diesem Jahr eine gute Ernte. Laut Hintermeier bewegen sich dort die Erträge sowohl bei den Aroma- als auch bei den Hochalphasorten um das langjährige Mittel.

Ausgabe 3/21

Cover Meiningers CRAFT 3/21 (Foto: Firestone Walker Brewing Company)

Themen der Ausgabe

TITEL_FIRESTONE WALKER

Mit Wurzeln im Wein: Firestone Walker zählen nicht nur zu den wichtigsten Wegbereitern der internationalen Craftbier-Szene, die kalifornischen Pioniere halten auch auf der Liste der weltweit besten Brauereien einen Spitzenplatz. Jetzt feiert die Kult-Brauerei aus Paso Robles ihr 25-jähriges Jubiläum und blickt dabei auf eine turbulente Geschichte zurück.

SZENE_RHEINLAND

Lecker Dröppken: Köln und Düsseldorf trennt nicht nur der Rhein, sondern auch die Bierkultur. Seit gut 100 Jahren stehen sich Alt- und Kölschbrauer als scheinbar unvereinbare Lager gegenüber. Doch die Geschichte des Rheinlandes ist so viel älter als diese launige Hassliebe und hat ebenso eine immer buntere Szene zu bieten, die mehr Farben kennt als Gold und Bernstein. Ein Streifzug.

MARKT_SPEZIALITÄTEN- UND BIO-BIERE

„Echte Werte haben Zukunft“: Die Auswirkungen von Corona auf die Branche sind umso schwerer zu ertragen, je länger die Krise anhält. Und doch stemmen sich jene Brauer leichter dagegen, die sich regionalen Spezialitäten verschrieben haben: Ihre Bilanz fällt positiv aus. Wie kann das sein? Antworten liefert Paul Bremer, der als Medienpsychologe am Rheingold Institut arbeitet und seit Jahren den nationalen und internationalen Biermarkt erforscht.