Insgesamt rechnet Heineken damit, dass das Finanzergebnis für das Gesamtjahr 2021 unter 2019 bleiben wird. (Foto: Heineken)
Insgesamt rechnet Heineken damit, dass das Finanzergebnis für das Gesamtjahr 2021 unter 2019 bleiben wird. (Foto: Heineken)

Heineken glänzt mit starker Halbjahresbilanz

Heineken glänzt beim Ergebnis im ersten Halbjahr 2021, warnt aber gleichzeitig davor, dass die 2. Jahreshälfte immer noch von der Corona-Pandemie geprägt sein werde und die teurer werdenden Rohstoffkosten einen erheblichen Faktor auf das Finanzergebnis ausüben werden.

Die Heineken Brauerei konnte im 1. Halbjahr ihren Gesamtabsatz bei Bier um knapp 10 Prozent steigern, meldet das niederländische Unternehmen. Mit der Hauptmarke Heineken konnte man in mehr als 50 Ländern sogar um gut 20 Prozent wachsen, heißt es. Der Umsatz lag bei 11,970 Milliarden Euro und stieg somit um 13,1 Prozent. Nach Angaben von Dolf Van den Brink, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, habe man das Betriebsergebnis auf nun 1,628 Milliarden Euro mehr als verdoppeln können. Der Nettogewinn wuchs auf 896 Millionen Euro und habe sich laut Heineken um 320,3 Prozent verbessert. „Getrieben wurde das positive Ergebnis durch Umsatzzuwächse in den USA und Asien, fortgesetzte Kostensenkungen und strukturelle Kosteneinsparungen, zusätzlich unterstützt durch die Ausweitung der Marketing- und Vertriebskosten in der zweite Jahreshälfte von 2020“, erklärt van den Brink.

Weiterhin Grund zur Vorsicht

Es gebe eine positive Dynamik in Richtung „Ever Green“, sagt der Heineken-CEO: Man stärke die eigene Fähigkeit, verbraucherorientierte Innovationen voranzutreiben, indem man das eigene Produktivitätsprogramm weiter ausbaue, um somit den eingeschlagenen Weg nach der eigenen Unternehmensphilosophie „Brew a Better World“ zu erfüllen.

Nichtsdestotrotz gebe es weiterhin Grund zur Vorsicht. Erstens bleibe laut van den Brink die COVID-19 -Pandemie nach wie vor ein Faktor, der die größten Auswirkungen auf Schlüsselmärkte wie Asien und Afrika habe. Zweitens sehen man einen Anstieg der Rohstoffkosten, der das Unternehmen nach gegenwärtigen Erkenntnissen in der zweiten Jahreshälfte dieses Jahres treffen müsste und sich somit im Jahr 2022 wesentlich auf die Unternehmensleistungen auswirken werde.

„Insgesamt rechnen wir damit, dass das Finanzergebnis für das Gesamtjahr unter 2019 bleiben wird“, schließt Dolf van den Brink seine Analyse. //pip

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