Die in Deutschland ansässigen Brauereien konnten im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat rund 12.700 Hektoliter mehr Bier absetzen. (Foto: Lumixera - Adobe.Stock.com)
Die in Deutschland ansässigen Brauereien konnten im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat rund 12.700 Hektoliter mehr Bier absetzen. (Foto: Lumixera - Adobe.Stock.com)

Export rettet Mai-Absatz

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager im Mai rund 7,57 Millionen Hektoliter Bier (ohne Bier mit > 0,5 % vol., alkoholfreies Bier und Malztrunk) abgesetzt, was einem Plus von 0,2 Prozent bzw. 12.700 Hektolitern gegenüber dem Vormonat entspricht. Der Inlandsabsatz gestaltet sich mit einem Minus von 5,3 Prozent bzw. rund 330.000 Hektolitern eher mäßig, der gegenüber dem Jahr 2019 bereits mit 11,7 Prozent hinten gelegen hatte. Grund hierfür ist laut Deutschem Brauer-Bund, dass die Lockerungen im vergangenen Jahr bereits Mitte Mai griffen, während es im aktuellen Jahr je nach Bundesland mitunter bis in den Juni dauerte, ehe die Gastronomie wieder, aber unter strengen Auflagen, öffnen durfte. Auch der Absatz von Biermischungen musste hierzulande ein deutliches Minus von 11,7 Prozent bzw. knapp 55.000 Hektolitern auf 417.089 Hektoliter im Vergleich zum Mai 2020 hinnehmen.

Beim Export zeigte sich insgesamt ein erfreuliches Plus von 28,1 Prozent, das das Minus von 20,2 Prozent aus dem vergangenen Jahr wettmachen kann. Insgesamt legten die Ausfuhren von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozent zu. In EU-Länder legten die Ausfuhren im Mai um 14,6 Prozent (knapp 94.000 Hektoliter) zu, in Drittlänger gingen satte 42,8 Prozent (ca. 252.000 Hektoliter) mehr als noch im Mai 2020.

Mit Blick auf die verschiedenen Bundesländer können Schleswig-Holstein/Hamburg (+30,9 Prozent / 64.000 Hektoliter), Thüringen (+12,8 Prozent / 35.000 Hektoliter), Bayern (+8,5 Prozent / 164.000 Hektoliter) und NRW (+0,9 Prozent / 17.000 Hektoliter) im Mai schwarze Zahlen schreiben. Das deutlichste Minus müssen Berlin/Brandenburg (-12,5 Prozent / -41.000 Hektoliter), Sachsen-Anhalt (-11,9 Prozent / - 22.000 Hektoliter), Niedersachsen/Bremen (-11,1 Prozent / -85.000 Hektoliter) und Hessen (-10,4 / 16.000 Hektoliter) verzeichnen. // chs

GZ 10/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 10/2022 (Foto: Krombacher)

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Uwe Riehs, Geschäftsführer Marketing Krombacher, führt das Unternehmen seit 14 Jahren erfolgreich durch die Zeit. Seine Nachfolge im Juni 2023 sei geregelt, sagt er im GZ-Gespräch.

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