Ein Rad greift ins andere: Meist bringen Kooperationen beide oder gar mehrere Parteien voran. (Foto: fergregory/adobe.stock.com)
Ein Rad greift ins andere: Meist bringen Kooperationen beide oder gar mehrere Parteien voran. (Foto: fergregory/adobe.stock.com)

„Erfolgsschlüssel Kooperationen“

Unter einer Kooperation versteht man das zweckgerichtete Zusammenwirken zweier oder mehrerer Partner oder Systeme mit gemeinsamen Zielen. Joint Ventures, egal ob es sich um die formelle Gründung eines neuen Unternehmens oder einer neuen Organisation, eine kluge, strategische Partnerschaft oder eine perfekte Zusammenarbeit handelt, können jedem Teilnehmer enorme Vorteile bringen.

Oft haben diese Zweckbündnisse den Beweggrund, ein größeres wirtschaftliches und strategisches Ziel zu erreichen. Das kann durchaus Sinn ergeben, zum Beispiel dann, wenn sich die Marktsituation beider Unternehmen in einem bestimmten Umfeld dadurch deutlich verbessert und letztlich der Kunde sogar von solch einer Allianz profitiert. Dies setzt bei manchen Unternehmenslenkern einen Perspektivenwechsel voraus: Statt den Markt ausschließlich aus der reinen Wettbewerbsposition zu betrachten, ist es sinnvoll, konsequent aus der Sicht von Kunden und Verbrauchern zu denken. Genauso kann es helfen, eine gefährdete Kategorie gemeinsam zu stärken, bevor sie an Visibilität und Aufmerksamkeit verliert. Ist sie erstmal aus den Augen, ist sie meist auch aus dem Sinn.

Unternehmen wie die Radeberger Gruppe oder die Brauerei C. & A. Veltins sehen im Zusammenlegen von Kräften und ausgewählten Schulterschlüssen in einem umkämpften Markt stets einen Schlüssel zum Erfolg. Die Deutsche Getränke Logistik ist nicht umsonst im Getränkefachgroßhandel eines der erfolgreichsten Symbiosen rund um die Voll- und Leerlogistik. Allein wäre dies kaum möglich gewesen. Zu guter Letzt können Kooperationen gerade in schwierigen Zeiten helfen, Krisen in Chancen zu drehen.


Pierre Pfeiffer
[email protected]

GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.