Alexander van Gils, Sales Director Heineken Deutschland
Alexander van Gils, Sales Director Heineken Deutschland

Engagement in der Pandemie: Heineken Deutschland unterstützt die Gastronomie

Alexander van Gils, Sales Director Heineken Deutschland:

„Ich glaube, dass sich die Branche in den letzten zwölf Monaten bereits verändert hat.“

(Interview: Barbara Becker)

Die Gastronomie kämpft seit Monaten darum, die Krise zu überstehen. Unter welchen Aspekten hat Heineken die Hilfsmaßnahmen entwickelt, was war Ihnen dabei besonders wichtig?

Alexander van Gils: Die Gastronom:innen sind für uns und unsere Marken sehr wichtige Partner:innen. Deswegen setzen wir auf Ansätze, die in der Krise auch über finanzielle Hilfen hinausgehen. Das beste Beispiel dafür: Die aktuelle Plakatkampagne Shutter Ads in den Schaufenstern vieler Restaurants und Bars oder Rave to Save von Desperados, die weltweit erste Fundraising-Dance-App. Es ging aber nicht nur um Maßnahmen, die nur jetzt helfen, sondern auch langfristig unterstützen und die Verbindung der Konsument:innen zu ihren Lieblingslokalen stärken. Uns ist es wichtig, dass die Disko, der Pub oder das Restaurant in den Gedanken der Konsument:innen bleiben und bei Neueröffnung auch gleich wieder besucht werden.

Wie ist die Resonanz der Betriebe? In welcher Verfassung sind die Gastronominnen und Gastronomen, mit denen Sie sprechen?

Alexander van Gils: Die Gastronom:innen und Partner:innen reagieren sehr positiv auf unsere Maßnahmen. Diese Rückmeldungen freuen uns natürlich sehr. Für uns ist es wichtig, in diesen Zeiten wirklich etwas zu bewegen und ein klares Signal für Unterstützung und Partnerschaft zu senden. Jetzt, da immer mehr Menschen in Deutschland geimpft sind, sehen viele Gastronom:innen wieder ein Licht am Ende des bisher dunklen Tunnels.  Ich bin beeindruckt von der Positivität und dem Durchhaltevermögen, mit dem viele Gastronom:innen die Pandemie bis jetzt gemeistert haben, und vom Vertrauen, dass sie in die Zukunft haben.

Sie haben auch im eigenen Haus das Gastronomie-Team verstärkt. Wie gestaltet sich aktuell der Kontakt zu den Gastronomie-Kunden?

Alexander van Gils: Genau, wir haben unsere Vertriebsmannschaft für die Gastronomie aufgestockt, eine dritte Region für den Außendienst geschaffen haben, sowie einen National Field Sales Manager und zusätzliche Key Account Manager eingestellt, um noch näher an unseren Kund:innen zu sein. Der enge Kontakt mit unseren Kund:innen hatte und hat in der Corona-Krise weiterhin höchste Priorität. Es ist uns sehr wichtig, im Austausch mit den Gastronom:innen zu stehen – auch um sie bestmöglich unterstützen zu können.

Wie werden die Betriebe ausgewählt, die Unterstützung erhalten?

Alexander van Gils: Während wir in engem Kontakt mit all unseren Kund:innen stehen und versuchen, immer maßgeschneiderte Unterstützung zu bieten, haben sich einige unserer jüngsten Initiativen wie zum Beispiel Rave to Save direkt auf die Diskotheken konzentriert, ein Outlet-Segment, das als eines der am stärksten von der Krise getroffen wurde. Oft sind diese Initiativen nicht nur eine einmalige Aktion, sondern das Ergebnis einer längeren Beziehung zu den Gastronom:innen und einer starken Zusammenarbeit.

Erwarten Sie, dass sich die Gastronomielandschaft zukünftig verändern wird? Wird die Pandemie das Geschäft nachhaltig beeinflussen?

Alexander van Gils: Ich glaube, dass sich die Branche in den letzten zwölf Monaten bereits verändert hat. Nicht nur in Bezug auf die Geschäftsmodelle, sondern auch die Art und Weise, wie Restaurants, Cafés, Bars und Co.  mit ihren Kund:innen kommunizieren. Hauslieferungen und Take-away haben offensichtlich deutlich zugenommen und die Bedeutung einer guten digitalen Präsenz ist klarer geworden. Zudem werden die Outlets, die über beispielsweise eine Außenterrasse und Outdoor-Locations verfügen, in der nächsten Zeit profitieren. Generell erwarten wir, dass sich der Markt schnell erholen wird, sobald die Gastronomie wieder vollständig geöffnet werden darf. Die Menschen sind begierig darauf, wieder rauszugehen. Um in dieser Phase erfolgreich zu sein, müssen wir zusammen mit dem Gastronom:innen die Bedürfnisse der Gäste vollständig verstehen.

Wie bereiten Sie sich auf das Re-Opening vor und was wünschen Sie sich für diese Zeit?

Alexander van Gils: Gemeinsam haben wir den Lockdown genutzt, um uns bestmöglich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten. Neben der Sicherstellung, dass alle nötigen Grundlagen wie beispielsweise Equipment und natürlich Bier vorhanden sind, haben wir gemeinsam mit unseren Kund:innen maßgeschneiderte Wiedereröffnungs-Aktivierungen vorbereitet. Darüber hinaus erschließen wir mit den jüngsten Portfolio-Ergänzungen um Gösser und Birra Moretti auch neue Outlets, wie beispielsweise italienische Restaurants. Wie Sie bereits vorher erwähnt haben, haben wir auch unsere Vertriebsorganisation aufgestockt, damit wir nach dem Lockdown mehr Kund:innen erreichen und unsere bestehenden Kund:innen noch individueller betreuen können.

fizzz 9/2021

Fizzz #09-2021

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