Außer König Pilsener und Licher soll bei allen anderen bekannten Marken der Bitburger Braugruppe die Preise ab Mai angepasst werden. (pip)
Außer König Pilsener und Licher soll bei allen anderen bekannten Marken der Bitburger Braugruppe die Preise ab Mai angepasst werden. (pip)

++ Up-date: Bitburger Braugruppe hebt die Preise an

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll die Bitburger Braugruppe die Preise im Frühjahr kommenden Jahres anheben. Damit wäre der Bierhersteller aus der Eifel nach der Radeberger Gruppe, Krombacher und Veltins die vierte Großbrauerei, die an der Preisschraube dreht.

Man habe die Partner im Handel informiert, zum Mai 2022 die Preise für verschiedene Produkte der Bitburger Braugruppe anzuheben, wie eine Unternehmenssprecherin laut Medienbericht mitteilt. Grund seien die massiv gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise.

Wie es laut dem Münchener Inside-Magazin heißt, sollen im Bereich der Gastronomie die Rampenpreise um 11,50 Euro je Hektoliter Fassbier steigen. Dabei habe Bitburger schon im Mai 2020 den Rampenpreis für Fassbier um 12 Euro je Hektoliter nach oben geschraubt. Auch der Lebensmittel- und Getränkeeinzelhandel soll von Preiserhöhungen nicht verschont bleiben, allerdings nicht in dem Umfang wie im Hinblick auf die Gastronomie. So sollen die Eifelbrauer laut Inside angeblich 66 Cent je 20 x 0,5-Liter Kiste aufschlagen. Von der Verteuerung betroffen sein sollen die Marken Bitburger, Köstritzer und Benediktiner (Hell). Von einer Preisanpassung verschont soll die Marke König Pilsener bleiben.

So viel steht jetzt schon für die laufenden Jahresgespräche fest: Es werden harte Verhandlungen. Denn die Brauereien kommen eigenen Aussagen zufolge nicht umhin, ihre Preise anzupassen.

So wie die Krombacher Brauerei zum Beispiel: "Wir können bestätigen, dass wir unsere Kunden über eine Preisanpassung informiert haben. Wie Sie sicher verstehen werden, möchten wir uns darüber hinaus zu der Preisthematik nicht öffentlich äußern. Das thematisieren wir zunächst mit unseren Kunden. Die angespannte Situation auf dem Rohstoffmarkt, gestiegene Energiepreise, sowie große Herausforderungen bei Logistik und der Beschaffung von Verpackungsmaterialien sind ja bereits öffentlich mehrfach ausführlich beschrieben worden", erklärt Pressesprecher Peter Lemm in der aktuellen GZ-Ausgabe 23/21. 

"Die Brauerei. & A. Veltins hat den Händlern eine moderate Preisanpassung zum 3. April 2022 angekündigt, nachdem die deutsche Brauwirtschaft von einer seit Jahrzehnten nicht gekannten Kostenlawine überrollt wird", kündigt auch Pressesprecher Ulrich Biene an. 

Auch die Radeberger Gruppe sieht keinen Ausweg, an der Kostenschraube zu drehen, denn: "Neben massiven Umsatz und Ertragsverlusten in den 18 Monaten der Pandemie fallen nun in allen Unternehmen weitere ganz massive Kostensteigerungen für Energie, Logistik, Leergut sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Löhne und Gehälter an. Diese Kostenerhöhungen lassen sich nicht mehr über reine Effizienzsteigerungen ausgleichen. Daher sehen auch wir uns gezwungen, diese Kostenexplosionen nun mit Augenmaß zumindest teilweise auch in unseren Abgabepreisen weiterzugeben", verdeutlicht Pressesprecherin Birte Kleppien die Preismaßnahmen. 

Mehr dazu ist in der aktuellen GZ-Ausgabe 23/21 zu lesen, die heute erschienen ist. //pip

GZ 24/21

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 24/2021 (Foto: stock.adobe.com)

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