Statt Bier floss im September vor allem Regen, was sich deutlich auf den Bierabsatz auswirkte. (Foto: Odem1970/adobe.stock.som)
Statt Bier floss im September vor allem Regen, was sich deutlich auf den Bierabsatz auswirkte. (Foto: Odem1970/adobe.stock.som)

Bierabsatz flacht wieder ab

Nach dem überaus positiven Ergebnis für den August (+11,8 %) fällt der Bierabsatz im September wieder mäßig aus. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet für den Gesamtbierabsatz der in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich ein zartes Plus von 0,7 Prozent bzw. 54.908 auf insgesamt rund 7,5 Millionen Hektoliter. Die ersten neun Monate des Jahres zusammengenommen, kommt ein Plus von 3,4 Prozent auf etwa 67,9 Millionen Hektoliter heraus.

Für den Absatz im Inland kommt ein Plus von 1,5 Prozent bzw. 90.070 auf insgesamt 6,1 Millionen Hektoliter zustande. Kumuliert steht für das bisherige Jahr ein Plus von 5,2 Prozent auf etwa 55,8 Millionen Hektoliter.

Ursache hierfür ist sicherlich das schlechte Wetter  laut dem Deutschen Wetterdienst war es der niederschlagreichste September seit 2001. Mit Blick auf das Vor-Corona-Jahr 2019 können sich die Ergebnisse allerdings durchaus sehen lassen. Obgleich der September 2019 um gut 5,2 Prozent über dem Wert von 2018 rangierte, liegt der diesjährige September „nur“ knappe 12.000 Hektoliter hinter ihm zurück. Allerdings beläuft sich das Minus beim Gesamtabsatz gegenüber dem Niveau vor Corona weiterhin auf 3,4 Millionen Hektoliter und 2,6 Millionen Hektoliter beim Inlandabsatz.   

Export in Drittländer bricht wieder ein

Gleichermaßen sieht es beim Export aus: Auf das Plus von 11,3 Prozent im August folgt für den September gar ein Verlust von 2,5 Prozent. Dem Zuwachs von 12,3 Prozent bzw. 73.645 auf 670.170 Hektoliter von Ausfuhren in die EU steht ein Verlust von 13,5 Prozent bzw. 108.477 auf 693.350 Hektoliter beim Export in Drittländer gegenüber.

Für das bisherige Jahr kommt eine Exportmenge von rund 12 Millionen Hektoliter zusammen – ein Minus von 4,3 Prozent bzw. 539.356 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während für Ausfuhren in EU-Länder ein Plus von 7,8 Prozent auf 6,5 Millionen Hektoliter zusammenkommt, müssen die Brauereien für die Drittländer einen satten Verlust von 15,5 Prozent auf 5,5 Millionen Hektoliter hinnehmen.

Nach dem fetten Absatzplus von 26,4 Prozent müssen die Hersteller für Biermischungen im September wieder ein Minus von 1,8 Prozent bzw. 5.934 auf 323.743 Hektoliter verschmerzen. Kumuliert steht für das aktuelle Jahr jedoch ein kleines Plus von 1,0 Prozent auf rund 3,8 Millionen Hektoliter auf dem Zettel. //chs

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GZ 24/22

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Gastkommentar: Peter Laux

Peter Laux, Managing Director der Messer Industriegase GmbH, erklärt, wie das Unternehmen durch alternative Verfahren unabhängiger von der Düngemittelproduktion werden will. 

Aktuelles Interview: Raymond Sahm

Raymond Sahm, geschäftsführender Gesellschafter von Rastal, sieht sein Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dank einer neuen betriebswirtschaftlichen Grundlage und erheblichen Innovationen im digitalen Bereich sieht er Rastal für die Zukunft gut aufgestellt.

Titelthema: Stand CO2-Mangel

Nicht sehr prickelnd: CO2 ist weiterhin ein rares Gut. Einzig eine Erhöhung der Düngemittelproduktion scheint die Lage kitten zu können. Die EU ist dran.