Raphael Rauer, Geschäftsführer Paulaner Brauerei Gruppe, sieht große Veränderungen des Verbraucherverhaltens auf die Branche zukommen. (Foto: Paulaner)
Raphael Rauer, Geschäftsführer Paulaner Brauerei Gruppe, sieht große Veränderungen des Verbraucherverhaltens auf die Branche zukommen. (Foto: Paulaner)

"Außengastronomie gewinnt massiv an Bedeutung"

Raphael Rauer,  Geschäftsführer der Paulaner Brauerei Gruppe, sagt im Kurz-Interview mit der Getränke Zeitung, wie die Brauerei derzeit die Omikron-Welle erlebt und welche Folgen die Pandemie auf das Konsumverhalten in Zukunft haben wird. Mehr dazu gibt es in der neuen GZ-Ausgabe 4/22 in der Titelgeschichte "Branche in Quarantäne" zu lesen. 

Herr Rauer, Omikron wütet und der Peak der Welle ist Mitte Februar erfolgt. Wie stellt sich die derzeitige Situation innerhalb der Paulaner Gruppe beim Personal dar?

Wir bei Paulaner haben personell derzeit keine Probleme, wir haben uns auf eventuelle Mitarbeiter-Engpässe vorbereitet, indem wir unsere Hygiene-Standards weiter ausgebaut und Vorsorge getroffen haben. So haben wir schon im Januar für Ende Februar vorproduziert, um Engpässen zu begegnen. Sorge macht uns eher die Logistik. Hier sind wir tagesaktuell von den Entwicklungen abhängig ob und wie unsere Ware zu unseren Kunden kommt.

Welche Folgen haben die coronabedingten Krankenstände in den einzelnen Tochter-Gesellschaften nach sich gezogen?

Auch da sind wir gut aufgestellt. Sollte es bei unseren kleineren Tochtergesellschaften mal zu personellen Ausfällen kommen, so können wir von München aus Mitarbeiter in unsere regionalen Brauereien entsenden, um auszuhelfen. Aktuell haben wir aber auch hier keine Schwierigkeiten.

Mit welcher Perspektive gehen Sie nun in das schon dritte Coronajahr?

Natürlich spüren auch wir die Auswirkungen der Pandemie – vor allem unsere Wirte wurden hart getroffen, ob und wie schnell sich die Gastronomie erholt, muss sich zeigen. Mit Sicherheit werden wir ein verändertes Verhalten der Gäste erleben, das man ja auch teilweise schon spürt. Jüngere Menschen wollen feiern und gehen aus, ältere sind eher zurückhaltend. Bereits im letzten Sommer haben wir erlebt, man sitzt lieber draußen als in Innenräumen. Die Außengastronomie wird massiv an Bedeutung gewinnen. Wir bei Paulaner werden weiter auf unser Konzept setzen, mit dem wir ganz gut durch die Pandemie gekommen sind. Eine langfristige Strategie, der wir konsequent gefolgt sind – z.B. Launch Paulaner Weißbier 0,0% während des Lockdowns – gepaart mit der Bereitschaft auf Herausforderungen und Chancen flexibel und schnell zu reagieren. //pip

 

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GZ 13/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 13/2022 (Foto: Marco Kleebauer)

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Michel Pepa

Michel Pepa, Deutschland-Chef von Anheuser-Busch InBev, freut sich auf die Veranstaltungssaison: Er betrachtet Bier als das originäre soziale Netzwerk, das integraler Bestandteil der Festivals hierzulande sei. 

Aktuelles Interview: Pia Kollmar

Gerade erst hat die Oettinger Brauerei angekündigt, ihren Standort Gotha bis zum Jahresende teilweise zu schließen. Pia Kollmar, Gesellschafterin und Geschäftsführerin von Oettinger, begründet die Entscheidung in unserem aktuellen Interview und führt aus, welche Folgen daraus auf die Gebinde-Politik und das geplante Wachstum entstehen. 

Titelthema: Festivals

Hier spielt die Musik: Festivals sind für Hersteller eine gute Möglichkeit, ihre Marken und Produkte emotional aufzuladen - und um neue Zielgruppen zu erschließen.