Krones habe als Komplettanbieter in der Abfüll- und Verpackungstechnologie von der großen Investitionsbereitschaft der Unternehmen aus der internationalen Getränkeindustrie profitiert. (Foto: Krones)
Krones habe als Komplettanbieter in der Abfüll- und Verpackungstechnologie von der großen Investitionsbereitschaft der Unternehmen aus der internationalen Getränkeindustrie profitiert. (Foto: Krones)

Krones kann weiter wachsen

Wie Krones, Komplettanbieter für die internationale Abfüll- und Verpackungsindustrie, meldet, habe das Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 von der großen Investitionsbereitschaft der Unternehmen aus der internationalen Getränkeindustrie profitieren und deutlich zulegen können. So sei der Umsatz im zweiten Quartal um 18,0 Prozent angewachsen. Für das gesamte erste Halbjahr sei er um 15,4 Prozent auf 1.984,8 Millionen Euro geklettert.

Der Auftragseingang habe von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um stattliche 52,0 Prozent auf 3.106,4 Millionen Euro zugelegt. Dabei habe Ordereingang im zweiten Quartal 2022 mit 1.552,6 Millionen Euro nur marginal unter dem Rekordwert des ersten Quartals (1.553,8 Millionen Euro) gelegen.

Der Auftragsbestand von Krones sei weiter angewachsen: zum 30. Juni habe das Unternehmen Aufträge im Wert von 3.014,6 Millionen Euro in den Büchern – mit +96,3 Prozent fast eine Verdopplung zum Vorjahr mit 1.535,5 Millionen Euro. Gegenüber dem Jahresbeginn 2022 betrage der Zuwachs 1,12 Milliarden Euro oder 59,3 Prozent. 

Ertragskraft legt zu

Entgegen weltweit knapper Materialien und angespannter Lieferketten habe Krones die Produktionskapazitäten im Berichtszeitraum stabil, jedoch nicht komplett, auslasten können. Trotz höherer Material-, Fracht- und Reisekosten habe sich auch die Ertragskraft positiv entwickelt. Aufgrund der umfangreichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie erster Effekte aus den Preisanpassungen sei das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dennoch um 27,2 Prozent bzw. 37,4 Millionen auf 175,1 Millionen Euro gestiegen. Die EBITDA-Marge habe sich um 0,8 auf 8,8 Prozent verbessert.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) habe um 49,5 Prozent bzw. 37,5 Millionen auf 113,2 Millionen Euro zugelegt. Dies entspreche einer EBT-Marge von 5,7 Prozent (Vorjahr: 4,4 %). Insgesamt habe Krones im ersten Halbjahr 2022 ein um 46,2 Prozent bzw. 26,3 Millionen Euro höheres Konzernergebnis von 83,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis je Aktie sei um 0,83 auf 2,63 Euro geklettert.

Im zweiten Quartal seien die Steigerungsraten beim Ergebnis gar noch höher. Das EBITDA habe sich um 44,0 Prozent auf 88,1 Millionen Euro verbessert, die EBITDA-Marge von 7,2 Prozent im Vorjahr auf 8,8 Prozent. Damit liege das Konzernergebnis im zweiten Quartal mit 43,1 Millionen Euro um 78,8 Prozent höher als im Vorjahr. 

Der freie Cashflow habe sich im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 33,0 Millionen auf 68,4 Millionen Euro erhöht. Ende Juni habe die Nettoliquidität von Krones, also die liquiden Mittel abzüglich Bankschulden, bei 385,4 Millionen Euro gelegen – 181,7 Millionen Euro über dem Vorjahr. Der ROCE (Return on Capital Employed) habe sich im ersten Halbjahr 2022 von 8,3 auf 11,8 Prozent  verbessert. 

Für Gesamtjahr weiteres Wachstum prognostiziert

Auch für das Gesamtjahr ist Krones guter Dinge, obgleich das Geschäftsumfeld angesichts von Materialengpässen, unsicheren Lieferketten, steigenden Einkaufspreisen, dem Angriffskrieg auf die Ukraine, der weiteren Entwicklung der Pandemie und hohen Inflationsraten herausfordernd bleibe. Auf dieser Grundlage rechne Krones für 2022 mit einem Umsatzwachstum von 5  bis 8 Prozent. Die Prognose für die EBITDA-Marge 2022 liegt bei 8 bis 9 Prozent.

Die Prognosen stünden unter dem Vorbehalt, dass der Krieg in der Ukraine nicht weiter eskaliere, sich die Corona-Situation nicht verschärfe und es zu keinen wesentlichen Energieengpässen komme.

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GZ 15-16/22

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