Laut Unternehmen ist in Zukunft in der Pepsi-Cola weniger Zucker drin. (Foto: Adobe Stock - Alex)
Laut Unternehmen ist in Zukunft in der Pepsi-Cola weniger Zucker drin. (Foto: Adobe Stock - Alex)

PepsiCo will Zucker bis 2030 halbieren

Das Unternehmen vermeldet die Reduktion des durchschnittlichen Zuckergehalts seines Getränkeportfolios um 25 Prozent bis 2025 und um 50 Prozent bis 2030. Außerdem sollen die Kalorien im deutschen Getränkeportfolio von PepsiCo um 90 Prozent bis 2030 reduziert werden. Laut PepsiCo soll das Portfolio gesünderer Snacks auf eine Milliarde US-Dollar bis 2030 erweitert werden.

Mit einem neuen Plan arbeite PepsiCo an der Schaffung eines gesünderen Lebensmittel- und Getränkeportfolios in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Der Plan beinhalte eine Reihe von Verpflichtungen, die auf strengen, wissenschaftlich fundierten Ernährungsrichtlinien basieren. Diese freiwilligen Zusagen sollen der Europäischen Union als Teil ihres Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Unternehmens- und Marketingpraktiken vorgelegt werden. Die Selbstverpflichtungen bauen laut Unternehmensangaben auf den Fortschritten auf, die PepsiCo in den vergangenen zehn Jahren weltweit dabei gemacht habe, den Zusatz von Zucker sowie den Gehalt von Salz und gesättigten Fetten in seinen Produkten zu reduzieren, kleinere Portionsgrößen einzuführen und mit Marken wie u.a. Pepsi Cola, 7UP Free und Lay's Oven Baked gesündere Alternativen zu bestehenden Marken zu schaffen.

Zucker und Kalorien runter

Für das Getränkeportfolio in Europa, das Pepsi-Cola, Lipton Ice Tea und 7UP umfasst, werde PepsiCo den durchschnittlichen Gehalt von zugesetztem Zucker im gesamten Softdrink-Sortiment bis 2025 um 25 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent senken. In Deutschland habe PepsiCo die Kalorien in seinen Produkten in 2020 bereits um knapp 50 Prozent reduziert (Basisjahr 2015). Mit der neuen Selbstverpflichtung erweitere PepsiCo in Deutschland dieses Engagement um weitere 20 Prozent in 2025 und 40 Prozent in 2030. PepsiCo werde die Kalorien in seinem deutschen Produktportfolio in 2030 damit gegenüber 2015 um 90 Prozent reduziert haben. Die Zuckerreduktion hat auch einen positiven Klimaeffekt, heißt es von PepsiCo. Das Unternehmen schätze, dass die Umstellung von Vollzucker auf zuckerfreie Rezepturen bis zu einem Viertel der Treibhausgasemissionen eines Getränks reduziere. PepsiCo Europe wolle außerdem sein Snack-Portfolio weiter diversifizieren, um gesündere Optionen anzubieten. Das Ziel sei es, den Umsatz mit den gesünderen Snack-Produkten bis 2025 um mehr als das Zehnfache zu steigern. Nach eigenen Angaben werden die gesünderen Snacks in den kommenden vier Jahren die am schnellsten wachsende Lebensmittelkategorie des Unternehmens sein. PepsiCo sei bestrebt, dieses Portfolio bis 2030 auf 1 Milliarde US-Dollar zu erweitern. Die gesünderen Produkte würden eine Bewertung von B oder besser im weit verbreiteten Nährwertkennzeichnungssystem Nutri-Score erhalten.

Kai Klicker-Brunner, Head of Corporate Affairs PepsiCo DACH ergänzt: „Die heutige Ankündigung ist ein Meilenstein der Selbstregulierung und geht deutlich über das hinaus, was wir durch regulatorische Maßnahmen erwarten können. Das deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat dies schon frühzeitig erkannt und die in Deutschland unter Federführung von Bundesministerin Klöckner verabschiedete Nationale Reduktionsstrategie war die Grundlage für die heutige Ankündigung und die Arbeit der Kommission am Code of Conduct. PepsiCo ist stolz darauf den deutschen Erfrischungs- und Snack-Markt bei der Entwicklung von besseren Produkten anzuführen.“ Erreicht werden, sollen diese neuen Ziele durch eine Anpassung der Rezeptur bestehender Produkte, die Ausweitung der gesünderen Snack-Marken des Unternehmens auf weitere Märkte – dazu gehöre auch Lay’s Oven Baked – sowie die Einführung neuer gesünderer Snack-Varianten wie Pop-Works (gepoppte Mais-Chips). Die neuen Zusagen seien Teil der Bemühungen von PepsiCo, ein nachhaltigeres Lebensmittelsystem zu etablieren und den ambitionierten „Green Deal“ der EU zu unterstützen. //lhw

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Ausgabe 15/2021

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