Beide Erzeuger liefern vorbildliche Produktinfos auf den Rückenetiketten.
Beide Erzeuger liefern vorbildliche Produktinfos auf den Rückenetiketten.

(Fast) ganz ohne

Wer sich mit ambitionierten alkoholarmen und -freien Wein-Alternativen befasst, findet bei den Berliner Natural-Spezialisten Viniculture derzeit reichlich spannenden Stoff. Eckpfeiler bilden die vielseitige Welt der Fermentation und die Sternegastro. Das Duo von Muri (Dänemark) kann auf Erfahrungen im Fermentation Lab des dänischen Kultrestaurants Noma bauen, während die beiden Köpfe der Ama Brewery (Baskenland) den Forschungsbereich des spanischen Zweisterners Mugaritz betreuen. Muri bietet eine weiße und eine rote Variante mit je nur 0,4 %vol., wobei uns der weiße „Passing Clouds“, eine komplexe Mixtur aus (u. a.) Jasmintee, weißen Johannisbeeren, Quitten-Kefir sowie einer Art Waldmeister- und Geranien-Brottrunk enorm gut gefiel. Die Ama Brewery nimmt indessen für ihre Tee-Pét-Nats hochwertiges baskisches Quellwasser und High-End-Tees der Rare Tea Company in den Fokus. Uns gefiel der Lau Milk Oolong (2 %vol.) aus einer südtaiwanesischen Kameliensorte mit seiner klaren und vielschichtigen Aromatik, feiner Perlage, exotischen Anklängen, Noten von Milchreis und schöner Herbheit. Mit Bouche Berlin hat Viniculture kürzlich schon den nächsten Fermentations-Spezialisten ins Sortiment geholt – alkoholarm scheint spannender und dynamischer denn je.