49 Prozent der jungen Deutschen stoßen, nach jüngsten YouGov-Daten, ohne Alkohol an. (Foto: Knzenon/stock.adobe.com)
49 Prozent der jungen Deutschen stoßen, nach jüngsten YouGov-Daten, ohne Alkohol an. (Foto: Knzenon/stock.adobe.com)

YouGov: GenZ EU-Schlusslicht beim Alkoholkonsum

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern fällt die deutsche GenZ (18 bis 24 Jahre) mit dem geringsten Alkoholkonsum auf, wie  aktuelle YouGov-Auswertungen zum Alkoholkonsum junger Europäer belegen. 49 Prozent der jungen Deutschen gaben an, gar keinen Alkohol zu trinken.

Junge Menschen im Alter der Generation Z (18 bis 24 Jahre) trinken in Deutschland weniger Alkohol als ältere Altersgruppen, wie Daten aus YouGov Global Profiles aufzeigen: Knapp die Hälfte der deutschen GenZ (49%) habe angegeben, gar keinen Alkohol zu trinken. Das sei nach Angaben des Markt- und Meinungsforschers mehr als der deutsche Durchschnitt (46%). Der Altersvergleich zeige demnach, dass Befragte im Alter von 45 bis 54 Jahren am seltensten auf Alkohol verzichten (41%).

Auch im Vergleich mit anderen europäischen Ländern fallen junge Deutsche mit dem geringsten Alkoholkonsum auf: Während unter den neun untersuchten Ländern Schweizer und Portugiesen am seltensten keinen Alkohol trinken (jeweils 30%), seien es im Vereinigten Königreich 43 Prozent, die dem Alkohol entsagen. Am häufigsten trinken nach GouGov-Ermittlungen jedoch die deutschen 18- bis 24-Jährigen keinen Alkohol (49%). //cc

Schlagworte

GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.