Es sprudelt: Nach den Verlusten im vergangenen Jahr, hat der Absatz von Mineralwasser laut dem VDM in diesem Jahr wieder angezogen. (Foto: Cozine/adobe.stock.com)
Es sprudelt: Nach den Verlusten im vergangenen Jahr, hat der Absatz von Mineralwasser laut dem VDM in diesem Jahr wieder angezogen. (Foto: Cozine/adobe.stock.com)

VDM: Absatz von Mineralwasser wieder auf Kurs

Nachdem das Statistische Bundesamt Mitte des Jahres für 2021 für Mineralwasser ein Absatzminus von 6,3 Prozent auf 12,4 Milliarden Liter gemeldet hatte, berichtet der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) anlässlich des Tages des Mineralwassers für das aktuelle Jahr über eine wieder steigende Nachfrage: Demnach habe der Absatz von Mineralwasser im Zeitraum von Januar bis August 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent angezogen und nimmt damit wieder Kurs auf das Niveau von 2020. Die Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher nach Mineralwasser mit Kohlensäure sei um 6,8 Prozent gewachsen, Mineralwasser ohne Kohlensäure habe um 15,3 Prozent zugelegt.

„Mit wachsender Nachfrage insbesondere in der Gastronomie und angesichts des schönen Wetters ist der Absatz von Mineralwasser deutlich gestiegen. Für Menschen, die Wert auf Natürlichkeit, gesunde Ernährung und guten Geschmack legen, gehört Mineralwasser ganz selbstverständlich zum Leben dazu“, kommentiert Jürgen Reichle, Geschäftsführer des VDM. „Deutschland ist das Land des Mineralwassers – das Naturprodukt ist ein fester Bestandteil unserer Trinkkultur.“

Um auf die hohe Qualität von Mineralwasser aufmerksam zu machen, feiert die Mineralbrunnenbranche in diesem Jahr am 7. Oktober erstmals den „Tag des Mineralwassers“ mit verschiedenen Aktionen und Events. Das Motto „111 Jahre ursprüngliche Reinheit und geschützte Qualität“ bezieht sich auf die „Bad Nauheimer Beschlüsse“ aus dem Jahr 1911, dem Vorläufer der heutigen Mineral- und Tafelwasserverordnung, der festlegte, dass nur Wasser von ursprünglicher Reinheit und mit einer konstanten Zusammensetzung „natürliches Mineralwasser“ genannt werden darf.//chs

Mehr Informationen zum Tag des Mineralwasser gibt es hier

Kommt dem Absatz von Mineralwasser ebenso zugute: Botschafterin für das Naturprodukt ist Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (Foto: VDM)
Kommt dem Absatz von Mineralwasser ebenso zugute: Botschafterin für das Naturprodukt ist Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (Foto: VDM)

GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.