Right4Water möchte der Ressource Wasser eine Stimme geben. (Foto: Chathuporn/stock.adobe.com)
Right4Water möchte der Ressource Wasser eine Stimme geben. (Foto: Chathuporn/stock.adobe.com)

Startschuss für Wasserschutzverein Right4Water

Mit dem Ziel, Wasserressourcen zu schützen und für nachfolgende Generationen zu erhalten, geht die gemeinnützige Organisation Right4Water Wasserschutz e. V. (R4W) an den Start. Im Wissenschaftszentrum Bonn hat dieser heute seinen Auftakt begangen. Zahlreiche Fachleute unterstützten dort mit ihren Beiträgen das Motto „Das Unsichtbare sichtbar machen und schützen – Zeitenwende für Wasser“.

„Bei jeder ‚…wende‘ kommt der Wasserschutz bislang zu kurz. Wir wollen Wasser eine nachhaltige (substanzielle und eindringliche) Stimme geben und so mit Right4Water als Anwalt die Rechte von Wasser in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen“, erklärt Gaby Gaßmann, Vorstandsvorsitzende von Right4Water. „Wir müssen jetzt Lösungen für den nachhaltigen Umgang mit Wasser erarbeiten und gemeinsam Nutzungskonflikte auflösen." Mit R4W wolle man konkrete Impulse setzen, die hohe Wasserqualität schützen und einen Generationenvertrag für sauberes Wasser schließen. Denn: "Der sorgsame und nachhaltige Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource darf nicht länger eine Randnotiz bleiben.“

Informationsdefizite über Wasser verringern

Wie die entsprechende Pressemitteilung anhand einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) zur „Qualität und Sicherheit der Trinkwasserversorgung aus Bürgersicht“ aufzeigt, bestehen große Informationsdefizite der Bevölkerung über Wasser und die Struktur der Wasserversorgung in Deutschland. Demnach unterschätzen 46 Prozent der Bevölkerung die immensen Herausforderungen und hegen keine Zweifel an einer gesicherten Trinkwasserversorgung. Solange Wasser augenscheinlich verlässlich fließt, heißt es, setzt en sich Politik und Bevölkerung eher nicht mit der Frage auseinander, wieweit die täglich genutzte Ressource tatsächlich gesichert ist. Trotz der saisonal zunehmenden Medienberichterstattung zu Wasserknappheit beschäftigen sich die Bürgerinnen und Bürger noch nicht intensiv genug mit diesem Thema. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (57 %) habe den Eindruck, nicht gut über die tatsächliche Lage der Wasserversorgung informiert zu sein.

„Hier setzt Right4Water an: Im ersten Schritt wollen wir mit einem 360-Grad-Blick auf die Wasserressourcen in Deutschland mehr Transparenz zum aktuellen Stand des Wasserschutzes schaffen und sowohl Politik als auch Öffentlichkeit für den Ernst der Lage sensibilisieren“, erläutert R4W-Vorstand Michael Braitinger. Neben einer möglichst gesellschaftlich breitgefächerten Mitgliedschaft werde R4W, so Braitinger, insbesondere durch den wissenschaftlichen Beirat getragen. Dieser setze sich aus neun interdisziplinären Fachleuten (Wissenschaft, Recht, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft) zusammen und erarbeite das Arbeitsprogramm des Wasserschutzvereins.

Informative Beiträge zum Auftakt

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Bonn verdeutlichte Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, Richter am Bundesverfassungsgericht a. D., in seiner Keynote die Ziel- und Rollenkonflikte in der staatlichen Klima- und Umweltpolitik sowie die verfassungsrechtlich relevanten Aspekte bei Wasser. So sorge der  Klimawandel zu eben diesen Konflikten insbesondere auch bei der Versorgung der Bevölkerung mit dem Lebensmittel Wasser und dem Schutz der Ressource Wasser. Wie das Thema Wasser derzeit in der Bevölkerung wahrgenommen wird, zeigte Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD), in ihrem Impulsvortrag anhand aktueller Umfragen auf. Mit dem Blick der Menschen auf die Qualität und Sicherheit der Trinkwasserversorgung werde die Wichtigkeit klar erkennbar, das Thema Wasser verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen und für die Ressource Wasser zu sensibilisieren. Angesichts der Erfahrungen mit Knappheiten und Dürre steige demnach das Interesse an diesem Thema zurzeit signifikant an. //cc

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GZ 20/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Dr. Matthias Schu

Dr. Matthias Schu ist E-Food-Experte und geht im Gastkommentar dem Thema D2C auf den Grund. Vor allem die digital wendigen Start-ups und junge Unternehmen tun sich leichter, also alteingesessene Marken und Konzerne. Was kann der stationäre Handel von erfolgreichen D2C-Brands lernen?

Titelthema: Direct to Customer

Direct to Consumer ist gegenwärtig der wichtigste Vertriebstrend. Doch nicht nur die Hersteller gewinnen an neuen Erkenntnissen und verbessern ihre Margen. Auch der stationäre Handel  profitiert.

Aktuelles Interview: Claus Hollinger

"Neue Maßstäbe in der Getränkelogistik" will Claus Hollinger, Vorstand der Edeka Südbayern, mit der Ausweitung des Trinkgut-Konzeptes setzen. Den Start der groß angelegten Getränke-Offensive markierte im September der erste südbayerische Trinkgut-Markt in Ingolstadt.